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Edeka fährt eine neue Strategie - mit Konsequenzen für die Kunden.

Preiskampf

Edeka streicht 160 Nestlé-Produkte - Umsätze des Lebensmittelkonzerns brechen ein

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Um bessere Einkaufskonditionen zu erzielen, bestellt Edeka über 160 beliebte Markenprodukte  von Nestlé nicht mehr nach. Dort sind die Folgen jetzt zu spüren.

Edeka legt sich mit dem weltweit größten Hersteller von Nahrungsmitteln an: Dem Mega-Konzern Nestlé. Die Supermarkt-Kette hat einen Bestellstopp für 163 Produkte von Nestlé verhängt, wie das Manager Magazin berichtet. Damit will Edeka offenbar bessere Einkaufspreise für diese Produkte erzielen. 

Für Kunden bedeutet das: Sind die betroffenen Nestlé-Produkte in den fast 6000 Edeka-Filialen in Deutschland verkauft, kommen keine neuen mehr nach. Nicht mehr nachbestellt werden laut Handelsblatt bekannte und beliebte Marken wie Maggi, Thomy, Wagner Pizza, Vittel und Nescafé, die allesamt zu Nestlé gehören. 

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Nestlé macht Einbußen beim Umsatz

Nestlé verzeichnet in Deutschland wegen des Einkaufsstreits mit Edeka Umsatzverluste. Die Auswirkungen seien allerdings nicht exakt messbar, erklärte die Deutschland-Chefin Béatrice Guillaume-Grabisch am Donnerstag, 27. April, in Frankfurt. So verlagere sich einiger Umsatz auf andere Händler, die weiterhin Nestlé-Produkte anbieten. Hier habe man auch die Sonderaktionen verstärkt. Grundsätzlich stehe Edeka nach GfK-Zahlen für bis zu 30 Prozent des deutschen Einzelhandelsumsatzes. Sie sei optimistisch, dass man nach einer Einigung vieles noch im Laufe des Jahres nachholen könne.

Deutschlands größter Lebensmittelhändler hat Nestlé-Produkte aus seinen Regalen genommen, weil die Schweizer bislang nicht zu Zugeständnissen bei Preisen und Rabatten im Einkauf bereit waren. Edeka agiert gemeinsam mit europäischen Partnern wie Intermarché, Coop Schweiz oder Colruyt in der Einkaufsgemeinschaft AgeCore mit zusammen mehr als 145 Milliarden Euro Jahresumsatz.

Auch wegen des starken Preisdrucks bei Lebensmitteln erreicht Nestlé in Deutschland vergleichsweise niedrige Margen, erklärte die Managerin. Zu exakten Gewinnzahlen für das Jahr 2017 äußerte sie sich nicht. Den um Zu- und Verkäufe bereinigten Umsatz habe Nestlé Deutschland um 2,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gesteigert. Der weltweite Umsatz von Nestlé betrug im vergangenen Jahr umgerechnet etwa 77,8 Milliarden Euro. Im Konzern war der Gewinn unterm Strich um 15,8 Prozent auf rund 6,2 Milliarden Euro zurückgegangen.

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