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Rewe will seine Klage gegen die geplante Fusion von Kaiser's Tengelmann und Edeka auf Eis legen. 

Aus einem ganz bestimmten Grund 

Edeka-Tengelmann-Fusion: Rewe will Klage auf Eis legen

Düsseldorf - Wende im Fall der geplanten Fusion von Edeka mit Kaiser's Tengelmann: Rewe will nach langen Verhandlungen seine Klage nun doch auf Eis legen. 

Rewe legt seine Klage gegen die Ministererlaubnis für die Übernahme der verlustreichen Supermarktkette Kaiser's Tengelmann durch Edeka vorerst auf Eis. Das Unternehmen habe am Dienstag beim Oberlandesgericht Düsseldorf beantragt, das Beschwerdeverfahren vorerst "ruhend zu stellen", teilte Rewe in Köln mit. Damit solle mehr Zeit für die Umsetzung der Schlichtungsvereinbarung bleiben. 

Weiterhin unterschiedliche Interessenslagen 

Rewe und Edeka verhandelten zuletzt vor allem darüber, welche Kaiser's-Tengelmann-Filialen in Berlin Edeka an Rewe weiterreichen soll und welcher Kaufpreis dafür fällig wird. Die Abgabe von Standorten in Berlin ist Teil der Schlichtungsvereinbarung, die vor einer Woche unter Leitung von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) geschlossen wurde. Eine Einigung sollte demnach eigentlich bis Freitag stehen. 

Die Verhandlungen mit Edeka seien aber "weiterhin herausfordernd mit unterschiedlichen Interessenlagen", teilte Rewe-Sprecher Martin Brüning am Dienstag mit. Eine Einigung über die Abgabe von Kaiser's-Tengelmann-Filialen an Rewe habe deshalb noch nicht getroffen werden können. Rewe wolle aber den Fortgang der Verhandlungen ermöglichen. Die Gespräche sollen am Mittwoch weitergehen. 

Endgültig ist die Klage nicht zurückgenommen 

Endgültig zurücknehmen will Rewe seine Klage demnach erst, wenn eine "verbindliche Einigung" gefunden sei, die "die existenziellen Interessen der Rewe und die Bedingungen eines fairen Wettbewerbs im Lebensmittelhandel insgesamt berücksichtigt". Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte bisher für kommende Woche eine mündliche Verhandlung im Hauptverfahren um die Ministererlaubnis angesetzt. 

afp

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