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Kaiser's Tengelmann wird von Edeka übernommen. 

Nach mehr als zweijähriger Auseinandersetzung

Edeka übernimmt zum Jahreswechsel Kaiser's Tengelmann

Mülheim an der Ruhr - Mit dem Jahreswechsel endet die Geschichte von Kaiser's Tengelmann als selbstständige Supermarktkette. Die verbliebenen rund 400 Filialen des traditionsreichen Handelshauses samt Konzernzentrale, Fleischwerken und Logistik wird zum 1. Januar von Edeka übernommen.

Das haben beide Unternehmen bestätigt. Edeka wird dann bis Ende März schrittweise über 60 Filialen - vor allem in Berlin - an den Konkurrenten Rewe weiterreichen, wie der Kölner Konzern berichtete.

Der Übernahme war eine mehr als zweijährige Auseinandersetzung vorausgegangen. Denn die Pläne von Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub zum Verkauf der Kette ausgerechnet an Marktführer Edeka waren auf Widerstand des Bundeskartellamts gestoßen. Und eine Ausnahmegenehmigung von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) für den Zusammenschluss wurde vom Düsseldorfer Oberlandesgericht auf Antrag von Edeka-Konkurrenten gestoppt. Erst mühsame Verhandlungen zwischen Edeka und Rewe unter Vermittlung von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder machten den Weg zum Zusammenschluss frei und sicherten 15.000 Kaiser's-Tengelmann-Beschäftigten langfristige Arbeitsplatzgarantien.

Die NamenKaiser's und Tengelmann werden allerdings nicht sofort aus den Einkaufsstraßen verschwinden. Die Umstellung werde einige Zeit in Anspruch nehmen, hieß es bei Edeka und Rewe gleichermaßen. In den bayerischen Tengelmann-Filialen soll der Integrationsprozess bis Ende September abgeschlossen sein. Deutlich schneller gehen soll es allerdings bei den 61 Filialen, die Edeka in Berlin behält.

Auch Rewe will sich mit der Umflaggung der Läden auf die eigene Marke etwas Zeit lassen. Zunächst würden die Informationstechnologie und die Kassensysteme mit Rewe harmonisiert. Erst danach werde man die Umstellung auf die Marke Rewe in Angriff nehmen, hieß es in Köln.

dpa

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