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Der Vorstandschef von Arcandor verdient zwei Millionen Euro im Jahr und kann eine weitere Millionen zusätzlich bekommen.

Arcandor

Eick bekommt zwei Millionen Grundgehalt

Essen - Der Arcandor-Chef, Karl-Gerhard Eick, hat nach eigenen Angaben ein Grundgehalt von zwei Millionen Euro. Eine weitere Millionen ist zusätzlich drin.

Der Vorstandschef des insolventen Handelskonzerns Arcandor, Karl-Gerhard Eick, hat nach eigenen Angaben einen Fünf-Jahres-Vertrag. Ein Konzernsprecher bestätigte einen Bericht der “Bild“-Zeitung, wonach die Vergütung vom Insolvenzverfahren nicht betroffen ist.

Das Gehalt wird dem Blatt zufolge von Arcandor gezahlt und vom Großaktionär Sal. Oppenheim, garantiert. Die variable Vergütung richtet sich unter anderem nach dem Ergebnis. Zusätzlich hat das private Bankhaus Sal. Oppenheim dem Manager eine Erfolgsprämie in Aussicht gestellt, die sich an der Aktien-Entwicklung orientiert und 1,5 Prozent beträgt, wie Eick sagte. Die Prämie soll von Sal. Oppenheim direkt gezahlt werden.

Der Vorstandschef bezeichnete den Vertrag laut “Bild“ als eine “faire Vereinbarung, denn der Job bei Arcandor ist eine riesige Herausforderung mit großem Risiko“. Er mache dies zu gleichen Bedingungen wie bei der Telekom und nicht aus Uneigennützigkeit, sondern mit der Chance am Wertzuwachs zu partizipieren.

Zuletzt 2,8 Millionen bei Telekom verdient

Bei der Telekom habe er zuletzt 2,8 Millionen Euro im Jahr verdient und einer Gehaltssteigerungsklausel gehabt, sagte der frühere Telekom-Finanzvorstand. “Da ich einen Vier-Jahres-Vertrag bei der Telekom hatte, war es doch klar, dass der Vertrag bei Arcandor dieselbe Sicherheit haben muss wie bei der Telekom. Sonst hätte es ja keinen Sinn für mich gemacht, zu wechseln“, zitiert ihn die “Bild“.

Arcandor hatte am Dienstag Insolvenz anmelden müssen, nachdem die Bundesregierung Staatshilfen für den maroden Konzern abgelehnt hatte. Vorstandschef Eick hofft nun auf eine Sanierung mit den Mitteln des Insolvenzrechts. Betroffen von der Insolvenz sind insgesamt 43.000 Arbeitsplätze beim Mutterkonzern, aber auch bei den Tochterunternehmen Karstadt und Quelle.

AP

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