CSU hat eigene Idee für Strompreisbremse

München - Die CSU hat einen eigenen Vorschlag zur Begrenzung der Strompreise. Umweltminister Marcel Huber (CSU) schlug am Dienstag vor, die EEG-Umlage von 5,28 Cent pro Kilowattstunde vom Börsenpreis des Stroms zu entkoppeln.

„Wir müssen raus aus der Kostenspirale“, sagte Huber.

Das bisherige Fördersystem für die erneuerbaren Energien habe zu einem skurrilen Ergebnis geführt: Wenn der Preis für Ökostrom an der Leipziger Strombörse sinke, werde gleichzeitig die EEG-Umlage teurer. Weil die Vergütungssätze für 20 Jahre garantiert sind, ersetzt der Staat den Unternehmen die Preisdifferenz. Huber will dies ändern. Am Donnerstag wird sich der Berliner Koalitionsausschuss mit dem Thema befassen.

Der Umweltminister will in Zukunft vermeiden, dass bei sinkenden Strompreisen die EEG-Vergütung steigt. Huber will den schwankenden Zuschlag auf den Börsenpreis durch einen fixen Zuschlag ersetzen. Damit würde die EEG-Vergütung bei sinkenden Börsenpreisen nicht mehr steigen und niedrigere Börsenpreise könnten an die Bürger weitergegeben werden.

Am Dienstag hatte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) seine Vorschläge vorgelegt. Er will die Umlage einfrieren. Im Ziel sind sich CDU und CSU einig - doch im Detail gibt es Meinungsunterschiede. Altmaiers Vorschläge enthielten „gute Ansätze“, sagte Huber dazu. Huber will auch die Ausnahmeregelungen für die Industrie auf den Prüfstand stellen. „Wir dürfen die Kosten nicht ins Unendliche schnellen lassen, aber wir dürfen die Energiewende auch nicht ausbremsen.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Preisexplosion für Flugtickets: Kartellamt prüft Lufthansa
Seit der Air-Berlin-Pleite ist Fliegen innerhalb Deutschlands teurer geworden. Nach vielen Kundenbeschwerden nimmt das Bundeskartellamt die Preise der Lufthansa nun …
Preisexplosion für Flugtickets: Kartellamt prüft Lufthansa
BASF führt Gespräche mit größtem Konkurrenten in Deutschland
Nach zuletzt bekundetem Interesse an Bayer, hat BASF jetzt Gespräche über eine Fusion des Öl- und Gasgeschäfts mit Dea bestätigt. Diese seien jedoch noch offen.
BASF führt Gespräche mit größtem Konkurrenten in Deutschland
Aus für Küchenbauer Alno - Pfullendorf unter Schock
Kein Investor will den Küchenbauer Alno übernehmen, damit ist das Ende besiegelt. Am Sitz in Pfullendorf strahlt die Sonne - doch für die verbliebenen Mitarbeiter ist es …
Aus für Küchenbauer Alno - Pfullendorf unter Schock
BASF prüft Fusion des Öl- und Gasgeschäfts mit Dea
Bei der Fusionswelle in der Chemieindustrie hat BASF lange abseits gestanden. Das hat sich geändert. Nachdem das Unternehmen Interesse an Teilen von Bayer bekundet hat, …
BASF prüft Fusion des Öl- und Gasgeschäfts mit Dea

Kommentare