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Eigenheim in München am teuersten

Berlin/München – Unter Deutschlands Großstädten ist und bleibt München die Nummer eins. Nirgendwo sind die Preise für ein eigenes Häuschen höher, zumindest wenn man allein auf ein gebrauchtes Objekt innerhalb der Stadtgrenze schaut.

Dafür muss ein künftiger Immobilienbesitzer in München derzeit im Schnitt 750 000 Euro zahlen – noch einmal drei Prozent mehr als im Vorjahr, berichten die Landesbausparkassen (LBS) nach einer Umfrage. Zum Vergleich: in Hamburg sind für ein vergleichbares Objekt 300 000 Euro, in Frankfurt am Main 450 000 Euro fällig.

Dabei spielt nicht nur die individuelle Lage des Objekts eine Rolle, sondern auch die Region. Laut LBS gilt generell: „Je höher der Wohlstand in einer Region, desto höher die Preise.“ So sei der Wert eines Hauses in Ostdeutschland am niedrigsten und steige gegen den Uhrzeigersinn über den Norden und Westen bis in den „reichen Süden“ an. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Finanzierungsschwelle in München relativ hoch ist. Für einen typischen Wohneigentums-Kredit benötigt man das Doppelte des regionalen Durchschnittseinkommens, während in Hamburg – wie auch in 78 von 115 kreisfreien Städten Deutschlands – ein ortsüblicher Verdienst ausreicht.

Insgesamt meldet die LBS ein wachsendes Interesse an Bestandsimmobilien und eine allmähliche Belebung im Neubau. Das deute für die Zukunft wieder auf steigende Preise hin, erklärte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm in Berlin. Derzeit seien deutsche Wohnimmobilien noch wertstabil. „Während es auf den Wohnungsmärkten in etlichen europä-ischen Ländern turbulent zugegangen ist, verzeichnen wir hierzulande konstante Preise und historisch günstige Finanzierungsbedingungen“, sagte Hamm weiter.

Während gebrauchte freistehende Einfamilienhäuser unter allen Immobilientypen der Favorit sind, gibt es auf dem Markt der Reihenhäuser keine wesentliche Erholung, so das Fazit der LBS. So lebhaft wie seit langem nicht sei dagegen das Interesse an neuen Eigentumswohnungen.

Den höchsten Quadratmeter-Preis für eine gebrauchte Eigentumswohnung gibt es übrigens in Starnberg. Er liegt bei stolzen 3150 Euro – das sind 350 Euro mehr als in der Kreisstadt Hofheim am Taunus im Frankfurter Umland. München liegt mit 2800 Euro auf Platz drei. An bundesweit vierter Stelle liegt Dachau mit 2650 Euro pro Quadratmeter, Platz fünf teilen sich Unterhaching, Unterschleißheim und Garmisch-Partenkirchen (2550 Euro). Eine Wohnung in Vaterstetten kostet mit 2200 Euro pro Quadratmeter genauso viel wie in Hamburg bzw. 250 Euro mehr als in Köln.

Stefanie Backs

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