Ein Eimer Sand und Glasplatten: Ohne Feuer durch die Adventszeit

- Weihnachten ist nicht nur ein Fest der Liebe, sondern auch eines des Feuers: Alle Jahre wieder gehen in deutschen Haushalten aus Unachtsamkeit 20 000 Christbäume und Adventskränze in Flammen auf, wie die Versicherungswirtschaft meldet. Dadurch fallen Schäden von über 40 Millionen Euro an. Der Münchner Merkur zeigt, wie sich die Brandgefahr mindern lässt und was zu tun ist, wenn es im Wohnzimmer dennoch lodert.

Was tun gegen die Feuergefahr?

Die Weihnachts-Feuer haben in der Regel die gleiche Ursache: Kerzen brennen unbeaufsichtigt vor sich hin und zünden dann Baum, Kranz oder Gesteck an. "Aufmerksamkeit ist deswegen der erste Schritt zur Sicherheit", wie der Bund der Versicherten (BdV) mahnt.

Kerzen sollten nie unbeobachtet brennen und müssten rechtzeitig ausgetauscht werden. Zudem sollten gerade Christbäume mit ausreichend Sicherheitsabstand zu Vorhängen und Möbeln stabil aufgestellt werden, empfiehlt die Itzehoer Versicherung. Eine feuerfeste Unterlage etwa aus Glas oder Marmor helfe, böse Überraschungen zu vermeiden.

Besonderes Augenmerk sollte auch Kindern und Haustieren gelten, damit diese den Christbaum nicht umstoßen oder Kerzen vom Tisch reißen. "Achten Sie während der Adventszeit auch darauf, dass Streichhölzer und Feuerzeuge außerhalb der Reichweite von Kinderhänden aufbewahrt werden", raten die BdV-Experten. Sollte dennoch etwas schiefgehen, sollte ein Feuerlöscher oder ein Eimer voller Sand oder Wasser bereitstehen.

Was tun, wenn‘s trotzdem brennt?

Steht der Christbaum lichterloh in Flammen, rät die Berufsfeuerwehr München von falschem Heldentum ab. "Das endet häufig mit Verbrennungen oder einer Rauchvergiftung", sagt Sprecher Christoph Höckh. Er rät Betroffenen die Tür zum Brandraum zu schließen und den Feuerwehr-Notruf (112) zu verständigen. Außerdem sollte die Wohnungs- oder Haustür beim Verlassen nicht abgesperrt werden, damit die Einsatzkräfte das Schloss nicht aufbrechen müssen.

Wer zahlt den Schaden nach dem Brand?

Je nach Art des Schadens tritt entweder die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung ein. Werden Kleidung, Polster- oder andere Möbel durch Feuer beschädigt, ist das ein Fall für die Hausratversicherung. Kommt es noch schlimmer und das gesamte Haus wird in Mitleidenschaft gezogen, springt die Wohngebäudeversicherung ein ­- sofern keine grobe Fahrlässigkeit zu dem Malheur geführt hat. Dies ist etwa der Fall, wenn die Betroffenen beim Verlassen des Raumes die Kerzen brennen ließen. Dann darf der Versicherer die Leistung unter Umständen verweigern.

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