Eine Branche mit Wachstumspotenzial

- München - Der Beamer für die Westentasche, dreidimensionale Gesichtsvermessung und die schonende Reinigung von Kunstwerken - das alles ist künftig mit Hilfe von Lasern möglich. Über die neuen Entwicklungen in dieser Technologie informiert die Branchenmesse Laser, die am kommenden Montag in München beginnt.

Insgesamt verzeichnete die deutsche Industrie für Laser und optische Komponenten 2004 einen Gesamtumsatz von 4,49 Milliarden Euro, was eine Steigerung von 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dies teilte Sven Behrens, Hauptgeschäftsführer bei Spectaris, dem deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, mit. Und auch in Zukunft biete die Branche große Wachstumspotenziale, sind sich Experten einig. Behrens sagte: "In den kommenden fünf Jahren rechnen die deutschen Hersteller mit jährlichen Umsatzsteigerungen von zehn Prozent." Rund 40 Prozent der deutschen Unternehmen der Branche beabsichtigen, im Jahr 2005 mehr Personal einzustellen.<BR><BR>Ein Anwendungsbereich, in dem die Lasertechnik ausgebaut wird, sei zum Beispiel die Medizin. Darauf wies Eckhard Heybrock vom VDI-Technologiezentrum Düsseldorf hin. Beispielsweise könnten mittels Photon Abläufe in Zellen beobachtet werden, ohne die Abläufe selbst zu beeinflussen. Und auch in der Kommunikationselektronik biete die Lasertechnik viele Möglichkeiten. Die neue "Blue-ray-disk", die einen geringeren Spurabstand und damit ein größeres Speichervermögen hat, könnte CDs und DVDs ablösen. Heybrock: "Nur das Photon hat das Potenzial zur Bewältigung der Datenmengen der modernen Multimediagesellschaft: der Übertragung, Speicherung und Visualisierung von Daten."<BR>

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