Eine Dax-Kopie im eigenen Depot: Für wen eignen sich Indexfonds?

- München - Börsengehandelte Indexfonds, die auch häufig Indexaktien genannt werden, wurden vor mehr als drei Jahren in Deutschland erstmals aufgelegt und erobern seitdem die Herzen der Anleger. Die Konstruktion ist einfach: Bei einer Dax-Indexaktie kauft die Fondsgesellschaft die 30 im Deutschen Aktienindex enthaltenen Werte. Weil beim Kauf der Aktien auch die Gewichtung der Einzelwerte berücksichtigt wird, bildet ein Indexfonds den Index nach.

<P>Wer sich für den Kauf entscheidet, umgeht das Einzelwertrisiko und wählt ein transparentes Anlageprodukt. Indexaktien sind durch ihre Börsennotierung einfach handelbar. Es ist möglich, schon mit geringen Summen am Aktienmarkt teilzuhaben. Da die Verwaltung weniger Aufwand verursacht als bei klassischen Investmentfonds, sind die laufenden Gebühren deutlich geringer.</P><P>Das Hauptrisiko liegt in der Schwankungsbreite des zugrundeliegenden Index. So hat der MSCI-World (weltweite Standardwerte) eine wesentlich geringere Volatilität als der Nasdaq Composite (amerikanische Technologietitel). Extrembeispiel ist der Nemax50: Wer zum Höchstkurs gekauft hat, verlor mehr als 90 %. Es ist deshalb wichtig, aufs richtige Pferd zu setzen.</P><P>Anleger, die mehrere Indexfonds wählen, können so das Risiko zusätzlich streuen. Dazu ist es wichtig, einen Überblick zu haben. Die klassischen Indexaktien setzen auf bedeutende Aktienindizes. Man findet den Dax, den M-Dax oder den Tec-Dax, aber auch internationale Indizes wie den Euro-Stoxx 50, den Dow Jones (USA), den FTSE100 (UK) oder den SMI (Schweiz) im Angebot.</P><P>Wer den Branchenmix im Depot selbst zusammenstellen möchte, kann auch auf Branchen-Indexfonds zurückgreifen - auf die Stoxx-Indizes, wenige MSCI-Europa-Indizes und einige FTSE-Branchenindizes. Letztere setzen auf weltweite Titel der gewählten Branchen, sind jedoch weniger transparent. Neu auf dem Markt sind Fonds auf Rentenindizes. Das Angebot ist aber noch sehr klein. Einer davon ist der eb.rexx Government Germany. Er umfasst die 25 der liquidesten deutschen Staatsanleihen. Schwierigkeiten bereitet die Abbildung der Renten-Indizes. </P><P>Mit Indexchange, Fresco, Merrill Lynch, Unico und State-Street-Global teilen sich bisher fünf Gesellschaften das Geschäft mit Indexfonds. Die Bonität des Emittenten spielt eine untergeordnete Rolle, weil das Anlegerkapital wie bei Investmentfonds als so genanntes Sondervermögen bei einer Depotbank verwahrt wird. Beim Kauf sollte man auf die Höhe der Geld-Brief-Spanne des jeweiligen Produktes achten und im Zweifel auf günstigere Spreizung setzen.<BR>Investmentansatz: </P>Indexfonds sind eine sehr gute Möglichkeit für Anleger, die am Aktienmarkt teilhaben wollen, sich aber nicht um ihr Depot aktiv kümmern wollen.Um eine ideale Streuung zu erzielen ist es ratsam, auf große, bekannte Indizes zu setzen.Wer ein mögliches Währungsrisiko ausschließen möchte, ist mit einem ETF auf den Dax oder den Euro-Stoxx 50 gut beraten. Indexfonds auf Branchen eignen sich für die Erstanlage weniger gut.Wer sich selbst einen Branchenmix zusammenstellen möchte, sollte das Depot von Zeit zu Zeit überprüfen. <BR>

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