Einfach-Handy setzt sich durch: Mobiltelefone für Senioren

München - Die Stiftung Warentest hat alte Menschen 13 einfache Mobiltelefone ausprobieren lassen. Wir stellen die drei besten unter den herkömmlichen Geräten und drei, die explizit als Seniorenhandys ausgewiesen sind, vor.

Nicht jeder braucht eine Fotokamera, Spiele und Musik im Mobiltelefon. Gerade alten Menschen genügt ein Handy, mit dem man telefonieren und SMS versenden kann. Dafür helfen ihnen große Tasten, ein übersichtliches Display und eine einfache Bedienung. Darauf setzen in erster Line spezielle Seniorenhandys. Doch auch einfache herkömmliche Geräte werden den Ansprüchen alter Menschen gerecht. Im Test kamen die Senioren mit einem herkömmlichen Gerät sogar am besten klar.

Die Herkömmlichen

Sieger im Praxistest durch elf ältere Nutzer ist das Nokia 3110 Classic. Es verspricht der Untersuchung zufolge eine gute Sprachqualität und eine gute Lesefreundlichkeit des Displays sowie der Tastatur. Auch die Gebrauchsanleitung gefiel den Testern. Daneben schnitten unter den herkömmlichen Geräten das Samsung SGH-E210 (Note: 2,5) und das Nokia 2760 (Note: 2,6) ordentlich ab. Die gleiche Note im Praxistest wie das Nokia 2760 erhielt das mit 349 Euro wesentlich teurere Samsung SGH-D900i. Das mit einem Preis von 50 Euro günstigste Gerät, das Motorola F3 Motofone, wurde mit Note 2,9 im Praxistest bewertet. Aufgrund der großen Zeichen im Display eignet es sich für Menschen mit Sehschwäche. Der Nachteil: Es passen nur sechs Zeichen nebeneinander in die Anzeige ("Display").

Die Seniorenhandys

Auf Platz zwei im Praxistest und Nummer eins unter den ausgewiesenen Seniorenhandys steht das Fitage Big Easy 2, das die Note 2,3 erhielt. Es ist mit einer Länge von 18 Zentimetern doppelt so groß wie die kleinsten Geräte im Test und wiegt über 200 Gramm. Es eignet sich den Experten zufolge besonders für Menschen mit Seh- oder Motorikschwäche. Die Tasten sind außergewöhnlich groß und die Anzeige gut lesbar. Die Nutzerführung funktioniert einfach.

Außerdem wurden das Emporia Life (Note 2,5) und das Secufone BX55 (Note: 3,2) bewertet. Diese beiden verfügen als Besonderheit über einen Notrufknopf. Wird dieser gedrückt, wählt das Emporia nacheinander bis zu fünf vorher festgelegte Nummern an - zum Beispiel Verwandte oder Nachbarn. Das Secufone hat nur Platz für eine private Notrufnummer, kann Einsatzkräften aber - gegen Extra-Gebühr - per GPS den aktuellen Standort übermitteln.

Im Test waren die Seniorenhandys nicht nur bei weitem größer und schwerer als die herkömmlichen Geräte, sondern auch vergleichsweise teuer. Zu den günstigeren Seniorenhandys zählen das ITT Easyuse (149 Euro, Note: 3,0) und das Senotech BasicPhone (199 Euro, Note: 3,2), die allerdings beide keine SMS-Funktion haben.

Hörgeräteträger sollten vor dem Kauf im Laden ausprobieren, welches Handy am besten mit ihrem Hörgerät harmoniert. Als problematisch wegen Sprachqualität bzw. Lautstärke wurden das Secufone und das Senotech eingestuft. 

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