Einigung bei VW

- Hannover - Die Beschäftigten in den sechs westdeutschen Volkswagen-Werken verzichten in den nächsten 28 Monaten auf Lohnerhöhungen und erhalten im Gegenzug eine Garantie für ihre Jobs. Das ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen bei Europas größtem Autobauer.

Nach sechs Wochen einigten sich die Tarifpartner am Mittwoch in Hannover auf einen Kompromiss. Betriebsbedingte Kündigungen bleiben danach bis Ende 2011 ausgeschlossen.<P>Vereinbart wurde ferner eine Einmalzahlung von 1000 Euro in 2005 für die 103 000 Beschäftigten. Neueinstellungen wird es zudem zu geringeren Tarifen als bisher bei VW üblich geben eingestellt. Dazu muss noch ein neuer Haustarifvertrag ausgehandelt werden.</P><P>Beide Seiten lobten den Kompromiss und sprachen von sehr schwierigen Verhandlungen. IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine sagte, es sei ein "fairer Ausgleich" gefunden worden. Auch für die Zukunft erhielten die Standorte und die Beschäftigten einen sichere Perspektive. VW-Unterhändler Josef-Fidelis Senn hob hervor: "Der Abschluss vereint Beschäftigungssicherung mit der für uns absolut notwendigen Kostenentlastung." VW habe in einem ersten Schritt eine Milliarde Euro durchsetzen können.</P><P>Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Prof. Bernd Gottschalk, hat sich über die Einigung bei Volkswagen erleichtert gezeigt. "Uns fällt ein tonnenschwerer Stein vom Herzen", sagte Gottschalk. Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Perspektive für die Arbeitsplätze seien - bei allen Einschnitten für die Betroffenen - ein positives Zukunftssignal für den Automobilstandort Deutschland.</P>

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