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IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann (l.) und Südwestmetall-Chef Stefan Roell verkünden die Einigung.

Einigung im Metall-Tarifkonflikt

Sindelfingen - Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie gibt es eine Einigung. Unmittelbar nach der Einigung schloss Südwestmetall-Chef Stefan Roell einen Arbeitsplatzabbau in der Branche nicht aus.

Nach einem fast 23-stündigen Verhandlungsmarathon vereinbarten Arbeitgeber und Gewerkschaft eine zweistufige Entgelterhöhung von insgesamt 4,2 Prozent, Einmalzahlungen sowie die Möglichkeit für betriebliche Sonderregelungen.

Die Beschäftigten erhalten vom 1. Februar 2009 an zunächst 2,1 Prozent mehr Geld. Die volle Erhöhung der Entgelte von 4,2 Prozent soll dann vom Mai an gelten. Allerdings kann dieser Schritt auf betrieblicher Ebene bis zu sieben Monate aufgeschoben werden. Für die Monate November 2008 bis Januar 2009 wird eine Einmalzahlung in Höhe von 510 Euro gezahlt. Weitere Einmalzahlungen wurden für die Monate Mai bis Dezember 2009 vereinbart. Sie betragen jeweils 0,4 Prozent eines Monatsentgeltes, die im Block im September 2009 gezahlt werden, allerdings auf betrieblicher Ebene auch gestrichen werden können. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 18 Monate bis zum April 2010.

Nach Angaben der Arbeitgeber wurde zudem für die Monate von Januar bis April 2010 ein Volumen von 1,6 Prozent vereinbart, das allein für die Finanzierung der Altersteilzeit verwendet werden soll.

Roell sagte: "Dieser Tag ist ein guter Tag für die Metall- und Elektroindustrie." IG-Metall-Verhandlungsführer Jörg Hofmann betonte: "Das Ergebnis ist geprägt von dem Wollen beider Seiten, einen Arbeitskampf abzuwehren."

Mit der Einigung konnte der erste Streik in der deutschen Schlüsselindustrie seit sechs Jahren im letzten Moment noch abgewendet werden. Die am Dienstag gestarteten Tarifverhandlungen gestalteten sich als langandauernde Zitterpartie. Die Gewerkschaft war mit einer Forderung nach acht Prozent in die Tarifverhandlungen gegangen. Die Arbeitgeber hatten für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche ursprünglich 2,1 Prozent mehr Einkommen für 2009 und Einmalzahlungen für 2008 angeboten.

dpa

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