Einigung auf Sozialplan bei Marktkauf

- Bielefeld - In den Verhandlungen über einen Sozialplan für die angeschlagene Edeka-Tochter Marktkauf gibt es eine Einigung. Das Ergebnis bedürfe aber noch der Zustimmung des Betriebsrates, sagte Marktkauf-Sprecher Tobias Weitzel am Samstag.

Damit bestätigte er entsprechende Angaben aus Arbeitnehmerkreisen. Zu Details wollte er nichts sagen, es sei Stillschweigen vereinbart worden. Am 23. Oktober werde der Gesamtbetriebsrat in einer außerordentlichen Sitzung den Sozialplan beschließen. Nach Angaben aus Arbeitnehmerkreisen droht die Streichung von rund 1000 Vollzeitstellen.

Unterdessen senkt die Edeka-Tochter seit der vergangenen Woche massiv die Preise, um wieder stärker in die Nähe der Discounter zu rücken. In den ersten acht Monaten 2006 hatten sich nach Angaben aus Arbeitgeberkreisen die Umsätze in der Baumarktsparte um etwa sechs Prozent verschlechtert, bei den SB-Warenhäusern fiel ein Minus von 2,8 Prozent an. Laut "Lebensmittel Zeitung" soll sich der Verlust der SB-Warenhäuser in diesem Jahr auf 38 Millionen Euro addieren, in der Baumarktsparte auf 90 Millionen Euro. 2005 hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von 5,6 Milliarden Euro 17,7 Millionen Euro Verlust eingefahren.

Marktkauf beschäftigt rund 26 000 Mitarbeiter, die Zahl der Vollzeitstellen war auf 17 000 beziffert worden.

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