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Einkauf aus dem Katalog: Verbraucher sind gut geschützt

- Einkaufen per Katalog liegt voll im Trend. Per Telefon, Fax, Brief oder auch im Internet wird Ware bei Versandhändlern bestellt. Das Risiko, beim Geschäft übers Ohr gehauen zu werden, ist gering. Dennoch sollten Verbraucher vor der Bestellung einige wichtige Hinweise beachten.

<P>"Uns liegen vergleichsweise wenig Beschwerden von Versandhandelskunden vor", sagt Jürgen Schröder aus der Rechtsabteilung der Verbraucherzentrale NRW. Die rechtliche Situation bei Versand-Shopping sei verbraucherfreundlich gestaltet.<BR><BR>Rückgabe möglich</P><P>Zum Beispiel darf der Kunde die Ware innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt ohne Angabe von Gründen zurückschicken. Die Kosten für diese Rücksendung dürfen nur im Falle eines Widerrufs bei einem Bestellwert bis 40 Euro vertraglich auferlegt werden. Gesetzliche Unklarheiten gebe es im Falle einer Rücksendung zwar bezüglich der Hinsendekosten. Generell zahlten das jedoch die Versandhäuser, so Dorothee Hoffmann, Sprecherin des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels.<BR><BR>Vorsicht bei Bezahlung</P><P>Aufpassen sollte der Käufer bei der Bezahlung, warnt Verbraucherschützer Schröder. Gerade im Internet gebe es schwarze Schafe, die nach Erhalt des Geldes verschwänden. Renommierte Versandhäuser böten jedoch ohnehin den Rechnungsweg an: "Wenn möglich, sollte man sich nicht auf Vorkasse einlassen." Nach Angaben des BVH sei bei genauerem Hinsehen schnell erkennbar, was für ein Unternehmen hinter dem Versandhandel steckt. Formulierungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wie die Rückgabeklausel verrieten viel über die Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens. Ein Indiz für Seriosität sei auch die BVH-Mitgliedschaft: "Wir prüfen alle Unternehmen." <BR>Die Mitglieder-Liste ist im Internet unter www.bvh-versandhandel.de einsehbar.<BR><BR>Prämienjagd </P><P>Zusätzlich locken Prämien für die Vermittlung neuer Kunden oder beim Kauf ausgewählter Ware in einem bestimmten Zeitraum. Solche Zusatzgeschenke gehören dem Kunden auch, wenn die dafür gekaufte Ware wieder zurückgeht. Ein Paradies für fuchsige Prämienjäger? Dorothee Hoffmann beschwichtigt: Insgesamt sei dieser Rückgabegebrauch nicht geläufig. Gerade mal 1 Prozent der Kunden versuchten, mit derlei Tricks an Prämien zu kommen. Außerdem seien die Bonusgeschenke meist "nicht von enormem Wert".<BR><BR>Prämienjäger mit offensichtlich unlauteren Absichten sehen nach "Wiederholungstaten" die rote Karte und werden - wie Besteller mit negativen Schufa-Einträgen - nicht bedient. In Extremfällen sei das verständlich, denn der Kunde betreibe dann eine missbräuchliche Ausübung des Widerrufsrechts, erläutert Verbraucherschützer Schröder. Die Prämien müsse der Kunde jedoch auch dann nicht zurückzahlen.</P>

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