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Bis Mitte Juli arbeiten Beschäftigte rein rechnerisch gesehen nur für den Staat.

Einkommen: Erst ab Dienstag fließt Geld in die eigene Tasche

München - Bis zum Dienstag, 08.42 Uhr, und damit sechs Tage länger als 2008 arbeiten die Beschäftigten in diesem Jahr rechnerisch nur für Staat und Sozialkassen.

Das berichtet die “Bild“-Zeitung. Danach sind die Belastungen der Bundesbürger durch Steuern und Sozialabgaben sind in diesem Jahr nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler so hoch wie seit 2003 nicht. 

“Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vorher erwirtschaftet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt“, sagte der Präsident des Steuerzahlerbundes, Karl Heinz Däke , dem Blatt. Nach Berechnungen seiner Organisation müssen die Arbeitnehmer in diesem Jahr 53,3 Prozent ihrer Brutto-Einkünfte an den Fiskus und die Sozialkassen zahlen, sie können also nur 46,7 Prozent gehalten. So hoch war die Belastung laut Steuerzahlerbund zuletzt im Jahr 2003.

So gehen von jedem Euro Einkommen 32,7 Cent für Steuern ab. Davon 7,2 Cent Mehrwertsteuer, 10,8 Cent Lohn-/Einkommensteuer und Soli-Zuschlag, 2,2 Cent Energiesteuern sowie 12,5 Cent für sonstige Steuern wie Erbschaft-, Kfz-Steuer. An die Sozialkassen werden laut Steuerzahlerbund 20,6 Cent abgeführt. Davon 10,3 Cent Rentenversicherungsbeiträge, 7,9 Cent Krankenkassenbeiträge, 1,4 Cent für die Arbeitslosenversicherung und 1 Cent für die Pflegeversicherung.

Steuerzahlerbund sieht gesunkene Einkünfte als Grund

Die Belastung ist dieses Jahr gestiegen, obwohl die Lohnsteuer im Rahmen des Konjunkturpakets leicht gesenkt wurde und die Sozialbeiträge zurückgingen. Zur Begründung verweist der Steuerzahlerbund auf die gesunkenen Einkünfte. Die Belastungsquote habe sich erhöht, weil die Einkommen stärker gesunken seien als die Abgaben.

Däke sprach sich vor diesem Hintergrund für Steuersenkungen aus. “Trotz der Finanzkrise werden auch 2009 die dritthöchsten Steuereinnahmen aller Zeiten erwartet“, sagte der Steuerzahlerbund-Präsident. “Nachhaltige Steuerentlastungen sind daher nicht nur finanzierbar sondern auch dringend geboten, wenn der Steuerzahlergedenktag künftig deutlich früher sein soll.“

ap

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