Einzelhändler kämpfen an drei Fronten

- München - Der Einzelhandel kämpft an drei Fronten: gegen die Überregulierung durch die Behörden, mit der restriktiven Kreditvergabe der Banken und um die Kunden. "Im Laufe des Jahres sind in Deutschland für ein Gesetz, welches außer Kraft gesetzt wurde, drei neue Gesetze verabschiedet worden", sagte Erich Vorwohlt, Präsident des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandels (LBE), auf dessen Neujahrsempfang in München.

Vor schätzungsweise 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Kultur und Medien las er auch den Banken die Leviten: Sie brächten durch ihre Politik gerade viele mittelständische Unternehmen in schlimme Existenznöte und dies bedeute für die betroffenen Familien häufig sehr viel Leid.

Aber auch an die eigene Nase packte sich der LBE-Präsident. Die Einzelhändler müssten ihre Kunden mehr umwerben. Statt den Billigläden hinterherzuhecheln, sollte gerade das mittelständische, inhabergeführte Einzelhandelsgeschäft an das Qualitätsbewusstsein der Kunden appellieren - nach dem Motto: "Ich bin nicht reich genug, um mir Billiges leisten zu können."

Staatsminister Josef Miller ehrte nach seinem Grußwort den ehemaligen LBE-Geschäftsführer Wilhelm Zametzer für seine Verdienste und gute Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsmedaille in Silber.

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