Einzelhandel nach zwei schlechten Jahren vorsichtig optimistisch

- Berlin - Der Einzelhandel ist nach zwei schlechten Jahren mit Umsatzrückgängen vorsichtig optimistisch und erwartet 2004 ein Plus von 0,5 Prozent. Nach einem schwachen Geschäft bis April müsse es im zweiten Halbjahr aber ein Wachstum von zwei Prozent geben, sagte der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hermann Franzen, in Berlin.

<P>Der Stellenabbau dürfte sich verlangsamen. 2003 sank der Einzelhandelsumsatz um 0,8 Prozent und lag mit 372 Milliarden Euro knapp über dem Niveau von 1999.</P><P>Eine Gefahr sieht Franzen allerdings in der Preisentwicklung. Er nannte unter anderem die Anhebung der Tabaksteuer sowie Öl- und Kraftstoffpreise. "Durch die Preissteigerungen an anderer Stelle ist der Druck auf die Einzelhandelspreise gestiegen." Als Folge befürchte er eine Zunahme des Verdrängungswettbewerbs. Der Einzelhandel hat im vergangenen Jahr 55 000 Stellen gestrichen, überwiegend Vollzeitstellen. Für 2004 werde mit dem Wegfall von über 20 000 Stellen gerechnet.<BR><BR>Bargeldloses Bezahlen mit EC- und Kreditkarte wird laut HDE bei den Kunden zunehmend beliebter. Fast jeder vierte Euro werde auf diese Weise an den Kassen bezahlt. Die Zahl der Rücklastschriften sei auf etwa 0,4 % des Umsatzes gestiegen. Der Totalausfall der Lastschriften sei aber auf 0,09 % gesunken. <BR><BR>Im Sommer könnte es doch noch einmal einen Schlussverkauf geben. Beim Gesetz zur Abschaffung der Rabattaktion seien weitere Verzögerungen zu befürchten, erklärte Franzen. Die Politik solle dieses "Stück aus dem Tollhaus" abwenden. Obwohl der Verband zuerst gegen die Abschaffung gewesen sei, käme ihm ein Sommerschlussverkauf jetzt ungelegen.<BR></P>

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