Einzelhandel setzt auf drittes Adventswochenende

Berlin - Im bislang eher schleppenden Weihnachtsgeschäft setzt der Einzelhandel auf das bevorstehende dritte Adventswochenende: "Das ist traditionell immer das umsatzstärkste Wochenende vor dem Fest. Wir gehen davon aus, dass es auch in diesem Jahr so sein wird".

Das sagte Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Händler erwarteten vor allem ein gutes Geschäft mit Spielwaren und Unterhaltungselektronik, aber auch mit Uhren, Schmuck, Kosmetik, Dessous, Textilien und Büchern. Die Verbraucher würden immer kurzfristiger Geschenke kaufen.

"Wir rechnen damit, dass das Geschäft kurz vor Heiligabend noch richtig anziehen wird", sagte Pellengahr. Dazu könnte auch kälteres Winterwetter beitragen. "Mit jedem Meter, mit dem die Schneefallgrenze sinkt, steigt die Stimmung bei den Konsumenten", betonte Pellengahr. Der HDE hofft zudem auf gute Umsätze nach dem Weihnachtsfest, wenn Geschenkgutscheine und Geldgeschenke eingelöst werden. "Dann werden außerdem noch die Schienen für die Märklin- Eisenbahn oder die Computerspiele für den neuen PC eingekauft", betonte Pellengahr.

Auch der Handelsverband BAG, der vor allem die großen Warenhäuser in den Innenstädten vertritt, rechnet noch mit Steigerungen im Weihnachtsgeschäft. "Das verlagert sich immer weiter nach hinten. In den ersten Wochen schauen die Kunden mehr, in den letzten wird gekauft", sagt BAG-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels der dpa. Bislang sei das Geschäft sehr enttäuschend verlaufen. "Die Innenstädte waren voll, aber das schlug sich nicht in den Kassen nieder."

Den auch für das dritte Adventswochenende von ver.di angedrohten Streiks blicken die Einzelhändler gelassen entgegen. Bislang hätten die Aktionen kaum zu Beeinträchtigungen geführt und auch keine messbaren Auswirkungen auf den Umsatz gehabt, hieß es bei beiden Handelsverbänden.

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