+
Universal Music Group übernimmt den angeschlagenen Konkurrenten EMI.

"Elefantenhochzeit" auf dem Musikmarkt

Los Angeles - Das Gerücht, dass der Musik-Riese Universal den angeschlagene Konzern EMI aufkaufen möchte hat sich bestätigt. Der Deal ist sauber abgelaufen. Davor hatte es jedoch auch kritische Stimmen gegeben.

Der Musikkonzern Universal Music Group übernimmt den Musikverlag des Konkurrenten EMI für 1,9 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro). Dies wurde am Freitag bekannt gegeben.

Vor einer Woche hatte sich überraschend der favorisierte russische Milliardär und Eigner des Konkurrenten Warner Music, Len Blavatnik, vom Verhandlungstisch zurückgezogen. EMI ist derzeit die kleinste der vier großen, weltweit agierenden Plattenfirmen nach Marktführer Universal, Sony Music und Warner. Der Strukturwandel in der Branche mit einbrechenden CD-Verkäufen hatte dem Unternehmen schwer zu schaffen gemacht. Der frühere Eigner, der Finanzinvestor Terra Firma von Guy Hands, musste das Unternehmen schließlich seiner Hausbank, der Citigroup, überlassen.

Robbie Williams: Karriere - Absturz - Comeback

Robbie Williams: Karriere - Absturz - Comeback - Papa

Diese erwartet von dem Verkauf insgesamt rund vier Milliarden US-Dollar Einnahmen. Neben dem Tonträgergeschäft steht der lukrative Musikverlag mit den Rechten an 1,3 Millionen Songs zur Disposition, die nun an Unviersal übergehen.

Der Verband unabhängiger Plattenlabels, Impala, ist ein erklärter Gegner einer neuen Musik-Traumhochzeit, durch den sich Universal einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil im umkämpften Musikmarkt gesichert hat. Angeblich war auch Sony an den Songrechten von EMI interessiert.

AP/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Thyssenkrupp einigt sich mit Tata auf Fusion der Stahlsparte
Mit der nun erzielten Grundsatzeinigung rückt eine mögliche Fusion zwischen Thyssenkrupp und Tata in greifbare Nähe. Zum Problem dürfte die Suche nach einem Kompromiss …
Thyssenkrupp einigt sich mit Tata auf Fusion der Stahlsparte
Thyssenkrupp einigt sich mit Tata auf Fusion der Stahlsparte
Mit der nun erzielten Grundsatzeinigung rückt eine mögliche Fusion zwischen Thyssenkrupp und Tata in greifbare Nähe. Zum Problem dürfte die Suche nach einem Kompromiss …
Thyssenkrupp einigt sich mit Tata auf Fusion der Stahlsparte
Weiteres Grundsatzurteil zum Mindestlohn erwartet
Erfurt (dpa) - Das Mindestlohngesetz beschäftigt erneut das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Heute verhandeln die Bundesrichter darüber, ob Geringverdiener einen Anspruch …
Weiteres Grundsatzurteil zum Mindestlohn erwartet
Allianz-Deutschland-Chef wirft Handtuch
Turbulenzen bei der Allianz: Ein überraschender Rücktritt überlagert die Botschaft, die der Versicherer eigentlich an die Öffentlichkeit bringen will.
Allianz-Deutschland-Chef wirft Handtuch

Kommentare