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Elektroauto brennt ab - Jetzt soll der Besitzer 10.000 Euro blechen

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Von: Isabelle Jentzsch

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Brennendes Auto
Ein Auto steht in Flammen (Symbolbild) © David Young/dpa/Symbolbild

Ein Elektroauto in den USA fängt plötzlich Feuer. Der Besitzer kriegt den Schaden jedoch nicht ersetzt - stattdessen soll er jetzt blechen.

Miami - Im November 2020 hat der größte US-Autobauer General Motors (GM) einen Rückruf bei Elektrofahrzeugen vom Typ Chevrolet Bolt EV gestartet. Der Grund: Brandgefahr durch vollständig geladene Akkus. Weltweit sind davon rund 69.000 Autos betroffen, allein 51.000 in den USA. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA warnt weiterhin davor, die Bolt EVs in Garagen oder in der Nähe von Häusern zu parken.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 12.08.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Der Elektromobilitätsblog Electrek berichtet von einem Fall aus dem Juni 2020, bei dem in Florida ein solcher Chevy Bolt EV urplötzlich in Flammen aufgegangen sein soll. Die Macher des Blogs haben mit dem Fahrer des Autos gesprochen, der laut des Eintrags Scott heißt. Scott, der sich selbst als EVangelist bezeichnet, also als Autofahrer, der auf sein EV (Electric Vehicle) besonders stolz ist und es vehement gegen jede Kritik verteidigt, war nach eigenen Angaben bereits rund 34.000 Kilometer mit dem Auto gefahren, als er es für eine kleine Lackreparatur in eine Werkstatt brachte.

Feuer im Elektroauto: Scott bleibt nicht nur auf dem Schaden sitzen - er soll auch noch zahlen

Was anschließend geschah, beschreibt Scott folgendermaßen: Kurz nachdem er sein Elekroauto in der Werkstatt abgegeben habe, begann der Van zu brennen. Der Brandherd, ausgehend vom Akkupack, habe sich direkt unter dem Kindersitz befunden, in dem Scott normalerweise seinen wenige Monate alten Sohn transportierte.

Zunächst sei er einfach nur erleichtert gewesen, dass niemand zu Schaden gekommen war, berichtet Scott. Er ging selbstverständlich davon aus, dass GM ihm den Schaden ersetzen würde - schließlich sei ihm beim Kauf eine achtjährige Garantie auf den Akku versprochen worden. GM jedoch erklärte dem Kunden makabererweise, diese Garantie sei mit dem Brand „erloschen“ - und wenn ihm das nicht gefalle, müsse er schon klagen.

Das jedoch kann sich Scott eigenen Angaben zufolge nicht leisten, ebenso wenig wie ein Ersatzauto. Denn seine Versicherung sei zwar für den Schaden aufgekommen, habe den Wert des 18 Monate alten Wagens aber auf nur noch rund 21.000 Dollar geschätzt. Damit sei er, der das Auto per Kredit finanziert hatte und dem Autohaus noch rund 33.000 Dollar schuldete, mit einem Mal auf der Differenz sitzen geblieben. Knapp 12.000 US-Dollar - also etwas mehr als 10.000 Euro - müsse er noch an das Autohaus zahlen.

Eines steht nach dieser Erfahrung für Scott fest: „Ich werde mein ganzes Leben lang garantiert nie wieder ein Fahrzeug von General Motors kaufen.“(ij)

Video: Flammen aus Elektroauto

Derweil geht der deutsche Feuerwehrverband mit einer Warnung an die Öffentlichkeit*: Hersteller von E-Autos würden ihrer Verantwortung im Hinblick auf die Feuergefahr nicht gerecht. Forscher erachten derweil die Feuergefahr in Parkgaragen höher, als in Verkehrstunneln.*Merkur.de ist ein Teil von IPPEN-MEDIA

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