Elektrohändler will bei Bosch-Siemens-Aufklärung kooperieren

/München - Bei der Staatsanwaltschaft München hat sich der erste große Elektrohändler wegen der Vorermittlungen einer möglichen Korruptionsaffäre beim Hausgerätehersteller Bosch und Siemens (BSH) gemeldet.

Den Strafverfolgern liegt nach einem Bericht des “Spiegel“ das anwaltliche Schreiben eines großen Elektrohändlers vor, in dem Kooperation zugesagt wird. “Ich kann nur jedem dringend empfehlen, sich mit uns in Verbindung zu setzen“, sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler dem Magazin. Wer frühzeitig zur Aufklärung beitrage, könne mit Strafmilderung rechnen.

Bei der BSH prüft die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren, um herauszufinden, ob Händler und Verkäufer bestochen wurden. Laut “Spiegel“ soll das Unternehmen jahrelang mit einem ausgefeilten Gutscheinsystem den Verkauf ihrer Waschmaschinen oder Geschirrspüler gefördert haben. Um eine Durchsuchung zu vermeiden, hat die BSH den Ermittlern freien Zugang zu allen Unterlagen eingeräumt.

Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH ist ein Joint Venture von Bosch und Siemens, das auf die sogenannte weiße Ware wie Geschirrspüler, Waschmaschinen und Kühlschränken spezialisiert ist. Neben Bosch und Siemens gehören zu BSH auch weitere Hausgerätemarken wie Gaggenau, Neff oder Ufesa.

dpa

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