Elephant Seven greift nach Springer und Jacoby

- Unterhaching - Der Kommunikationsdienstleister Elephant Seven aus Unterhaching will die Mehrheit an Springer und Jacoby, einer der bekanntesten Werbeagenturen Deutschlands, übernehmen. Wie Elephant-Seven-Vorstandschef Horst Wagner bestätigte, hat sein Unternehmen ein entsprechendes Angebot eingereicht. Hintergrund ist, dass der Mehrheitseigner von Springer und Jacoby, die US-Agenturgruppe Interpublic, ihren 51-prozentigen Anteil an der Hamburger Kreativschmiede verkaufen möchte. Angaben zum gebotenen Preis machte Wagner nicht.

Neben Elephant Seven hatten in den vergangenen Tagen auch die Berliner Werber von Scholz and Friends Interesse an Springer und Jacoby signalisiert. In Branchenkreisen ist allerdings zu hören, dass Elephant Seven als bevorzugter Eigentümer betrachtet wird.

Die Unterhachinger sind mit den Norddeutschen bereits seit längerem verbandelt. So wurde ein Vorläufer der Agentur von Ex-Springer-Mitarbeitern gegründet. Zudem ergänzen sich die beiden: Elephant Seven kreiert schwerpunktmäßig Internet-Lösungen, während Springer vor allem klassische Werbung - unter anderem für Mercedes-Benz - entwirft. Scholz and Friends hingegen zählt zu den erbittertsten Konkurrenten von Springer und Jacoby.

"Eine Entscheidung über den Eigentümerwechsel kann noch vor Weihnachten fallen", sagte Springer-Sprecher Ingo Runge gegenüber unserer Zeitung. Seine Agentur beschäftigt in Hamburg 380 Mitarbeiter. In der Hitparade der kreativsten deutschen Werbeagenturen, die vom Branchenblatt "Horizont" geführt wird, belegte sie in diesem Jahr erneut den ersten Platz.

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