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Altersdiskriminierung: Elon Musk spottet über Bernie Sanders - „Vergesse immer, dass Sie noch am Leben sind“

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Von: Markus Hofstetter

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Elon Musk
Elon Musk nimmt auf Twitter Bernie Sanders aufs Korn. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der 80jährige US-Senator Bernie Sanders erneuert seine Forderung, dass Reiche ihren gerechten Anteil zum Gemeinwesen beitragen sollten. Elon Musk findet das gar nicht lustig - und schießt zurück.                    

Austin - Elon Musk* hat seinen vielen Twitter-Eskapaden eine weitere hinzugefügt. Opfer ist diesmal der 80-jährige Bernie Sanders*. Sanders ist ein unabhängiger Senator im US-Repräsentantenhaus, der mit den Demokraten zusammenarbeitet, aber eher linke Positionen vertritt. Bekannt ist er auch geworden, weil er 2016 und 2020 als US-Präsidentschaftskandidat antrat.

Sanders vertritt unter anderem auch die Meinung, dass Reiche mehr Steuer zahlen sollen. Das zeigte sich auch am Samstag (13. November), als er auf Twitter postete: „Wir müssen verlangen, dass die extrem Reichen ihren gerechten Anteil zahlen. Punkt.“

Elon Musk trollt Bernie Sanders auf Twitter: Sie leben noch?

Darauf reagierte der Tesla*- und SpaceX*-Chef auf die ihm eigene Art, indem er auf das hohe Alter von Sanders anspielte: „Ich vergesse immer wieder, dass Sie noch am Leben sind“, antwortete er den Tweet des Politikers. Kurz darauf fügte Musk hin: „Wollen Sie, dass ich mehr Aktien verkaufe, Bernie? Sagen Sie es einfach“. Anscheinend ließ ihm die Sache keine Ruhe. Stunden später setzte er hinzu: „Bernie ist ein Nehmer, kein Macher“.

Bisher hat Sanders nicht auf Musks Provokation reagiert. Er kümmerte sich per Twitter derzeit bevorzugt um Pharma-Unternehmen, die die Preise für Medikamente erhöhen, oder um die Einführung einer Elternzeit nach der Geburt eines Kindes.

US-Senator Bernie Sanders
US-Senator Bernie Sanders will, dass Reiche mehr Steuern zahlen © Michael Brochstein/imago

Musk hat erst vergangene Woche zehn Prozent seiner Tesla-Aktien im Wert von rund 6,9 Milliarden Dollar verkauft. Damit schickte er allerdings die Aktie der Autoherstellers auf Talfahrt, sie verlor zwischenzeitlich 15 Prozent ihres Wertes. Vorausgegangen war eine Twitter-Umfrage des Multimilliardärs, in der er seine Follower entscheiden ließ, ob der Tesla-Anteile verkaufen solle.

Elon Musk trollt Bernie Sanders auf Twitter: Tesla-Besitzer als Steuervermeider bekannt

Der Hintergrund der Umfrage blieb allerdings unklar. Zunächst spekulierte man, dass Musk in der Diskussion um die Steuervermeidung von Superreichen ein Zeichen setzen wollte. Denn auf die realisierten Kursgewinne bei Aktienverkäufen müssen Steuern gezahlt werden.

Allerdings, so berichtet die WirtschaftsWoche, hatte Musk bereits bei einer Konferenz im September dieses Jahres Aktienverkäufe angekündigt. Denn er ist im Besitz von Aktienoptionen, die spätestens im August kommenden Jahres verfallen würden, wenn er sie nicht bis dahin einlösen würde.

Allgemein ist Musk nicht als überzeugter Steuerzahler bekannt. Erst vor kurzem ist Tesla von seinen Hauptsitz von Kalifornien nach Austin in Texas umgezogen. Das Ziel ist es Steuern zu sparen, denn der Bundesstaat ist Steuern betreffend sehr genügsam. Bereits Ende vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass Musk selbst nach Texas ziehen will, aus eben dem selben Grund. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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