+
Elon Musk: "Die übertriebene Automatisierung bei Tesla war ein Fehler. Um genau zu sein, mein Fehler." Foto: John Raoux/AP

Tesla-Chef räumt Fehler ein

Elon Musk: Produktion des Model 3 zu stark automatisiert

Palo Alto (dpa) - Tesla-Chef Elon Musk hat eingeräumt, dass die Produktionsprobleme beim neuen Elektroauto Model 3 von einer übertriebener Automatisierung verschärft wurden.

In einem Interview des TV-Senders CBS bestätigte Musk, dass Roboter die Fertigung in einigen Fällen verlangsamt hätten. "Wir hatten dieses verrückte, komplexe Netzwerk von Laufbändern. Und es funktionierte nicht, also sind wir es losgeworden", nannte er als Beispiel.

Später fügte Musk bei Twitter hinzu: "Ja, die übertriebene Automatisierung bei Tesla war ein Fehler. Um genau zu sein, mein Fehler. Menschen sind unterbewertet."

Es ist ein ungewöhnliches Eingeständnis für Musk, der sich stets fasziniert vom Potenzial der automatisierten Produktion zeigte. Er sprach von der "Maschine, die Maschinen baut", und Robotern, die sich schneller bewegen, als das menschliche Auge erkennen kann. Um die Vision umzusetzen, kaufte Tesla unter anderem den deutschen Maschinenbauer Grohmann aus Prüm in Rheinland-Pfalz.

Musk sagte in dem Interview auch, dass ins Model 3 "zu viele neue Technologien auf einmal reingepackt" worden seien. "Das hätte gestaffelt werden müssen." Das Model 3 soll mit einem Preis von 35.000 Dollar vor Steuern und Vergünstigungen Elektromobilität aus der Nische in einen breiteren Markt bringen. Tesla bekam über 400.000 Reservierungen für das Fahrzeug, müht sich aber seit dem offiziellen Produktionsstart im Sommer 2017, diese abzuarbeiten.

Der Firmenchef wollte die Produktion bereits zum Ende des vergangenen Jahres auf 5000 Wagen pro Woche bringen. Dieses Ziel wurde auf Ende Juni verschoben. Ende März fertigte Tesla gut 2000 Model 3 wöchentlich.

Bericht von CBS

Tweet von Musk

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Siemens darf weiter auf Milliarden-Auftrag im Irak hoffen
Ausbau der Stromnetze im Irak - solch ein Auftrag ist milliardenschwer. Trump versuchte, ihn mit politischem Druck in die USA zu holen. Aber auch Siemens darf weiter …
Siemens darf weiter auf Milliarden-Auftrag im Irak hoffen
Milliarden-Auftrag für Siemens im Irak rückt näher - Chancen gegen GE
Aufatmen bei Siemens. Nach einer längeren Zitterpartie sind die Münchner einem möglichen Zuschlag für ein Milliarden-Geschäft im Irak einen wichtigen Schritt …
Milliarden-Auftrag für Siemens im Irak rückt näher - Chancen gegen GE
Flowtex-Insolvenzverfahren vor Abschluss
Der Skandal des Bohrmaschinen-Händlers Flowtex brach in jeder Hinsicht Rekorde: größter deutscher Betrugsfall seit 1945, über 120 Ermittlungsverfahren, …
Flowtex-Insolvenzverfahren vor Abschluss
Wasserstand in Flüssen stellt Wirtschaft vor Probleme
Es ist so trocken in Deutschland wie selten, die Natur braucht dringend Regen. Auch die Wirtschaft würde sich freuen über Niederschlag, dann würden die Pegel steigen - …
Wasserstand in Flüssen stellt Wirtschaft vor Probleme

Kommentare