EM.TV sieht sich auf dem Weg nach oben

- München - Der einstige Star des Neuen Marktes, EM.TV, nähert sich nach schwierigen Zeiten den schwarzen Zahlen. Werner Klatten, Vorstandschef des Medienunternehmens, das vor allem Fernseh-Senderechte vermarktet, rechnet für das laufende Jahr mit einem "insgesamt leicht positiven Konzernergebnis". In den vergangenen beiden Jahren waren Verluste von 130 und 310 Millionen Euro zu Buche gestanden.

<P>Grund für die positive Prognose für 2004 ist zum einen der Erfolg der sonntäglichen Fußball-Bundesliga-Sendung im Deutschen Sport Fernsehen (DSF), wie ein Sprecher unserer Zeitung erklärte. An dem Sender ist EM-TV seit vorigem Jahr beteiligt. Außerdem würde sich ein Sondereffekt im zweiten Quartal positiv auswirken, der aus der vollständigen Übernahme der Junior TV GmbH resultiert, die bislang noch zur Hälfte zur Kirch-Media gehörte. <BR><BR>Bereits im ersten Quartal diesen Jahres hat ein einmaliger Restrukturierungsgewinn dem Unterföhringer Unternehmen ein Plus von gut 90 Millionen Euro beschert. Davon bereinigt liegt das Ergebnis nach Steuern bei minus 0,9 Millionen Euro.<BR><BR>Ende März war EM.TV an der Pleite vorbei geschrammt, nachdem es eine Wandelanleihe in Höhe von rund 470 Millionen Euro nicht zurückzahlen konnte. Damals verzichteten die Gläubiger erst im letzten Moment auf ihre Ansprüche. Im Gegenzug erhielten sie unter anderem die Mehrheit an der damals neu strukturierten Firma. </P><P>Nach diesen finanziellen Turbulenzen und dem viel beachteten Prozess um die Firmengründer Florian und Thomas Haffa sieht man bei EM.TV nun wieder rosigen Zeiten entgegen. Nicht nur 2004 sollen Gewinne anfallen, "auch das Jahr 2005 wollen wir - ohne Sondereffekte - positiv abschließen", heißt es.</P><P>Beschwingt von dieser Prognose schnellte der Aktienkurs von EM.TV am Freitag um zeitweise über elf Prozent auf 2,36 Euro. Vor wenigen Jahren lag der Börsenwert der jetzigen S-Dax-Firma noch über dem der Lufthansa.<BR><BR></P>

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