EM.TV steckt noch tiefer in den roten Zahlen

- München - Die Sanierung der Medienfirma EM.TV zieht sich in die Länge. Im ersten Quartal stieg der Verlust nach Steuern unter anderem durch höhere Restrukturierungskosten von 24,5 auf 29,9 Millionen Euro. "Wir haben im ersten Quartal große Lasten der Vergangenheit abgearbeitet", sagte der EM.TV-Vorstandsvorsitzende Werner E. Klatten in München. Das Ergebnis sei unter anderem durch Beratungskosten für die Beteiligung am Sportsender DSF und Anwaltsgebühren beim Streit um die Formel 1 belastet worden.

<P>Der Umsatz legte im Zuge des Verkaufs des "Muppet Show"- Produzenten Jim Henson Company um 61,5 Prozent auf 67,5 Millionen Euro zu. Bereinigt brachen die Erlöse aber wegen des schwachen Umfelds und weniger Geschäften mit dem Bezahlsender Premiere um 20 Prozent ein.</P><P>Eine Prognose für das Gesamtjahr wollte ein Sprecher der EM.TV & Merchandising AG (München) nicht abgeben. "Die Veränderungen im Portfolio sind sehr groß", sagte er. So werde der Umsatz der Jim Henson Company von gut 100 Millionen Euro künftig nicht mehr konsolidiert, im Gegenzug werde jedoch der Umsatz aus der DSF- Beteiligung einbezogen. Klatten wollte den Konzern ursprünglich im kommenden Jahr in die Gewinnzone führen, hatte dieses Ziel jedoch bereits im März in Frage gestellt.</P><P>Im abgelaufenen Quartal hatte sich EM.TV neben Jim Henson nach einem monatelangen Streit mit den Banken auch von der restlichen Beteiligung an der Formel 1 getrennt. Für beide Beteiligungen nahm das Unternehmen nur einen Bruchteil des ursprünglichen Kaufpreises ein.</P>

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