+
Die bunten Lohnsteuerkarten gehören der Vergangenheit an. Gezahlt werden muss trotzdem noch.

Das Ende einer Ära: Lohnsteuerkarte abgeschafft

Berlin - Jahrzehnte lang hat sie ganze Generationen von Steuerzahlern begleitet: Jetzt wird die Lohnsteuerkarte aus Pappe durch ein elektronisches Pendant ersetzt.

Die Meldebehörden werden die Daten der Lohnsteuerkarte 2010 für das Jahr 2011 übernehmen, teilt der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) in Berlin mit. Ab 2012 soll dann alles elektronisch gehen.

Nur wer erstmalig im Jahr 2011 einer Arbeit nachgeht, bekomme eine Ersatzbescheinigung ausgestellt. Die letzten farbigen Steuerkarten im A5-Format sind im Herbst 2009 für das Jahr 2010 verschickt worden. In diesem Jahr dürfen die Arbeitgeber die Steuerkarten nicht wie in den Jahren zuvor vernichten, sondern müssen die Angaben zur Steuerklasse, die Freibeträge und andere wichtige Angaben übernehmen.

Mehr Pflichten für Steuerzahler

Arbeitnehmer wiederum sind verpflichtet, Änderungen ab 2011 unverzüglich dem zuständigen Wohnsitzfinanzamt mitzuteilen, informieren die NVL-Steuerexperten. Würde beispielsweise ein Lebenspartner zu einem Alleinerziehenden in die Wohnung ziehen und dadurch die günstige Steuerklasse II für Alleinerziehende wegfallen, müsste dies sofort gemeldet werden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

ADAC fordern von Auto-Herstellern: Dieselnachrüstung muss kommen
Die Hardware-Nachrüstung von Euro-5-Dieselautos könnte aus Sicht des ADAC die Luftqualität in Stadtgebieten um bis zu 25 Prozent verbessern.
ADAC fordern von Auto-Herstellern: Dieselnachrüstung muss kommen
Schwacher Euro hievt Dax wieder ins Plus
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat an diesem Dienstag seine zu Wochenbeginn verbuchten Verluste wieder wettgemacht. Der deutsche Leitindex schloss 0,83 Prozent höher bei …
Schwacher Euro hievt Dax wieder ins Plus
Streit um VW-Haustarif: Verhandlungen gehen weiter
Noch ist keine Einigung in den Tarifgesprächen für 120 000 VW-Beschäftige abzusehen. Drohen neue Warnstreiks in den Werken - oder bewegt man sich im Streit um den …
Streit um VW-Haustarif: Verhandlungen gehen weiter
Bilfinger verlangt Schadenersatz von Ex-Vorständen
Es ist ein spektakulärer Schritt: Ein Konzern will Schadenersatz von früheren Vorständen. Im Raum steht eine Millionensumme.
Bilfinger verlangt Schadenersatz von Ex-Vorständen

Kommentare