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Um ihre Lohnforderungen durchzusetzen, ruft die IG Metall in Bayern zu Warnstreiks auf.

Augsburg und München

IG Metall plant Warnstreiks in Bayern

München - IG Metall und Arbeitgeber liegen im Tarifstreit der bayerischen Metall- und Elektroindustrie noch weit auseinander. Zum Ende der Friedenspflicht ruft die Gewerkschaft zu Warnstreiks auf.

Die IG Metall ruft im Tarifstreit der bayerischen Metall- und Elektroindustrie in der Nacht zum Mittwoch zu ersten Warnstreiks auf. Die kleinen Aktionen unter anderem in Augsburg und München sollen nur der Auftakt für den Tarifkampf sein. Die Arbeitgeber warnten die Gewerkschaft, sie spiele mit dem Feuer und gefährde eine rasche Einigung. „Ich fordere den Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Jürgen Wechsler, dazu auf, auf diese Aktionen zu verzichten“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands vbm, Bertram Brossardt, am Dienstag.

Beide Seiten liegen weit auseinander

In einem Brief an Wechsler bot Brossardt einen „Pakt der Vernuft“ an. Das gemeinsame Ziel müsse sein, das hohe Beschäftigungsniveau der Branche in Bayern mit ihren 770 000 Mitarbeitern zu halten. „Wir dürfen diesen Erfolg nicht gefährden. Deshalb brauchen wir zügige, aber besonnene Verhandlungen, die zu einem vernünftigen Tarifabschluss führen.“ Beide Seiten liegen allerdings bei ihren Vorstellungen noch sehr weit auseinander.

Die IG Metall fordert wie in allen anderen Tarifbezirken 5,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber boten in der zweiten Runde 2,3 Prozent, allerdings bei zwei Nullmonaten und einer längeren Laufzeit. Die Gewerkschaft wies dies als Provokation zurück. Nach Rechnung der IG Metall bedeutet das Angebot real nur ein Plus von 1,9 Prozent. „Das entspricht nicht den Erwartungen in den Betrieben“, sagte Münchens IG Metall-Chef Horst Lischka. „Wir werden daher mit Warnstreiks zeigen müssen, dass wir es ernst meinen mit unserer Forderung.“

Massive Warnstreiks sind wahrscheinlich

Die Tarifverhandlungen werden am 8. Mai in Nürnberg fortgesetzt. Dem Vernehmen nach sind beide Seiten an einer schnellen Einigung interessiert. Angesichts der Ausgangslage scheint ein Abschluss aber kaum wahrscheinlich. Die Branche wird sich dann auf massive Warnstreiks einstellen müssen. Einen Tag vor den Bayern setzen die Tarifparteien in Baden-Württemberg ihre Verhandlungen fort. Offen ist noch, welcher der beiden Bezirke die Rolle als Pilotbezirk übernehmen wird, dessen Abschluss Vorbild für die übrigen Tarifbezirke in Deutschland werden soll.

dpa

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