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Ende des Stellenabbaus im Handwerk in Sicht

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- München - Das oberbayerische Handwerk mit seinen 280 000 Beschäftigten sieht sich seit langer Zeit wieder im Aufwind. "Der Aufschwung ist endlich im Handwerk angekommen", sagte Heinrich Traublinger, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Im ersten Halbjahr seien die Umsätze der 66 000 Betriebe um 3,5 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro gestiegen.

Die Zahl der Stellen sank nochmals um 1,5 Prozent. Damit ist laut Traublinge aber ein Ende des Arbeitsplatzabbaus in Sicht. Doch umfangreiche Steuer- und Abgabenerhöhungen gefährdeten 2007 die Erholung. "Das größte Steuererhöhungspaket der Nachkriegsgeschichte in Höhe von rund 70 Milliarden Euro wird nicht ohne Bremsspuren an der Binnenkonjunktur vorübergehen", warnte Traublinger. Vor dem Hintergrund ansteigender Steuereinnahmen müssten alle Maßnahmen noch einmal auf den Prüfstand.

Besonders die Verteuerung der Konsumnachfrage sei ein gefährliches Spiel. "Der Kostenabstand zwischen ehrlicher Arbeit und Schwarzarbeit darf nicht noch größer werden. Sinnvoll wäre es deshalb, die Abzugsfähigkeit der Handwerkerrechnungen auszubauen", betonte Traublinger.

Zusätzlich zum "drastischen" Anstieg der Steuerlast bereitet dem Handwerk auch die Entwicklung der Lohnzusatzkosten Sorgen. Zwar soll die Summe der Beitragssätze von heute 41 auf 39,4 Prozent sinken. Doch dieses Ziel sei nicht mehr erreichbar.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer in München, Bernd Lenze, kritisierte die "alljährliche Panikmache" bei den Lehrstellen. Er sei zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr jedem ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen eine Lehrstelle, eine Ausbildungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt werden kann.

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