Am Ende des Tals geht es noch nicht aufwärts

- München - Die Talsohle muss lang und sehr eben sein. Sie sei durchschritten, sagt Bayerns Handwerks-Präsident Heinrich Traublinger. Aufwärts geht es aber auch nicht. Der Stellenabbau setzt sich fort. Derzeit arbeiten nur noch 900 000 Menschen im bayerischen Handwerk, 35 000 weniger als vor einem Jahr. Die Aussichten sind trüb: Wackelnde Eigenheimzulage, Korrekturen am Meisterbrief und die drohende Ausbildungsplatzabgabe vermiesen die Stimmung.

<P>"Wir klammern uns an jeden Strohhalm", sagte Traublinger; sogar an die Forderung nach einem Vorziehen der Steuerreform. An die positiven Prognosen der Wirtschaftsforscher für das zweite Halbjahr will sich der CSU-Landespolitiker trotzdem nicht klammern. Die hätten sich "selten so geirrt wie in den letzten Jahren", spottet die Kammer. "Im Gegensatz zu manchen Instituten sind wir nah am Puls der Wirtschaft", sagt Traublinger auch in Richtung ifo-Institut.</P><P>Der Puls des Handwerks rast derzeit vor allem wegen der Handwerksordnung. Die Bundesregierung will den Meisterzwang in zwei von drei Berufen kippen. Das Handwerk fürchtet Qualitätsverluste. Und: "Wenn jeder ohne Ausbildung einen Beruf ausüben kann, sinken diese Berufe im Ansehen auf McDonalds-Niveau", sagt Bernd Lenze, Geschäftsführer des Handwerkstags.<BR></P>

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