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Vorsorge für den Energie-Ernstfall: Kerzen, Taschenlampen, Campingkocher – Die wichtigsten Vorräte

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Von: Sebastian Hölzle

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Sind Sie für den Notfall gewappnet? Die Checkliste zeigt, welche Dinge für den Katastrophenfall auf jeden Fall vorrätig sein sollten.

München – Die gute Nachricht: Trotz der angespannten Lage an den Energiemärkten gibt es keine gesonderten staatlichen Empfehlungen für den Katastrophenfall. Generell sollten in jedem Haushalt aber immer Lebensmittel für zehn Tage vorrätig sein. „Ihr Ziel muss es sein, zehn Tage ohne Einkaufen überstehen zu können“, heißt es in der Ratgeber-Checkliste des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Welche Lebensmittel Sie brauchen

Um zehn Tage zu überbrücken, empfiehlt die Behörde für eine Person folgende Lebensmittelvorräte: 20 Liter Wasser (auch für die Zubereitung von Speisen), 3,5 Kilo Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln oder Reis, vier Kilo Hülsenfrüchte, 2,5 Kilo Obst und Nüsse, 2,6 Kilo Milch und Milchprodukte, 1,5 Kilo Fisch, Fleisch und Eier sowie etwa 350 Gramm Fette und Öle (siehe Tabelle).

LebensmittelgruppeMengeBemerkung
Getreide Getreideprodukte Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis3,5 kg
Gemüse, Hülsenfrüchte4 kgDenken Sie daran, dass Gemüse und Hülsenfrüchte im Glas oder in Dosen bereits gekocht sind und für getrocknete Produkte zusätzlich Wasser benötigt wird.
Obst, Nüsse2,5 kgBevorraten Sie Obst in Dosen oder Gläsern und verwenden Sie als Frischobst nur lagerfähiges Obst.
Milch, Milchprodukte2,6 kg
Fisch, Fleisch, Eier, bzw. Volleipulver1,5 kgBitte beachten Sie, dass frische Eier nur begrenzt lagerfähig sind, Volleipulver ist hingegen mehrere Jahre haltbar.
Fette, Öle0,357 kg
Sonstiges nach BeliebenZucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Schokolade, Jodsalz, Fertiggerichte (z. B. Ravioli, getrocknete Tortellini, Fertigsuppen), Kartoffeltrockenprodukte (z. B. Kartoffelbrei), Mehl, Instantbrühe, Kakaopulver, Hartkekse, Salzstangen

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Außerdem sollten ausreichend Medikamente und genug Hygieneartikel vorhanden sein. Ferner: Kerzen, Teelichter, Streichhölzer, Batterien, eine Taschenlampe, ausreichend Brennstoffe, eine Heizgelegenheit sowie einen Camping- oder Spirituskocher. 

Wann sich eine Solaranlage lohnt

Von der Anschaffung eines Notstromaggregates ist in den Empfehlungen nicht die Rede. „Ein Notstromaggregat sollte man sich jetzt auf gar keinen Fall extra anschaffen“, sagt Norbert Endres, Energie-Experte der Verbraucherzentrale Bayern. „Ich vertraue denjenigen, die im Drei-Schicht-Betrieb in den Netzleitstellen sitzen und ingenieursmäßig unsere Energieversorgung sicherstellen.“ Auch vom Kauf von Heizlüftern rät er ab.

Entgegen der Empfehlung des Bundesamtes meint Endres, sei es nicht zwingend, sich mit Campingkochern einzudecken. „Wer wirklich ein bisschen in Stromautarkie investieren will, sollte sich lieber eine kleine, steckerfertige Solaranlage aufs (Garten) Hausdach oder an den Balkon montieren.“ Auch gebe es in Fachgeschäften solarbetriebene Akkus zu kaufen, das sei sinnvoller als ein lautes stinkendes Notstromaggregat.

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Selbst in Mietwohnungen ist es möglich, eigenen Solarstrom zu nutzen. Anlagenkäufer müssen eine Elektrofachkraft mit der Prüfung ihres Stromkreises für die Einspeisung von Solarstrom beauftragen. Vielleicht muss eine Energiesteckdose nachgerüstet werden. Das wesentliche Element sind ein oder zwei Paneele, die gemeinsam eine Leistung von 600 Watt erzeugen. Durch Sonneneinstrahlung wird Gleichstrom produziert, der im Gerät zu Netzstrom umgewandelt wird und über einen Schuko-Stecker in das häusliche Stromnetz übergeht.

Die Solaranlagen sind nur für den Eigenbedarf vorgesehen, speisen nicht in das allgemeine Netz ein. Zwischen 350 und 600 Euro kosten Stecker-Solargeräte mit Standardmodulen. Ein Standardmodul mit 380 Watt Leistung, das am schattenfreien Südbalkon hängt, liefert etwa 280 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

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Teil 4 der Serie: Energie sparen: So heizen Sie richtig mit Holz

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Teil 6 der Serie: Vorsorge für den Energie-Ernstfall: Kerzen, Taschenlampen, Campingkocher – Die wichtigsten Vorräte

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