Energiepreis-Anstieg gefährdet Tarife bei der Deutschen Bahn

- Berlin - Der Anstieg der Energiekosten gefährdet auch die Tarife der Bahn. Vorstandschef Hartmut Mehdorn erklärte, er wolle zwar "heute keine neue Preiserhöhung ankündigen". Aber die überproportionale Entwicklung der Energiepreise "macht auch bei uns neues Nachdenken notwendig". Wenn das so ungebremst weiter gehe, "müssen wir uns schon etwas überlegen".

<P>Die Bahn ist im ersten Halbjahr zwar ihrem Unternehmensziel ein Stück näher gekommen, 2004 schwarze Zahlen beim Betriebsergebnis zu schreiben. Doch hat sie nach wie vor mit defizitärem Personenfernverkehr zu kämpfen. Bei einem Umsatz von 11,719 Milliarden Euro (nach Unternehmensangaben plus 4,1 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2003 bei vergleichbarer Basis) sank das Defizit im gesamten Konzern von 148 Millionen Euro auf 62 Millionen. Beim Personenverkehr insgesamt schrieb die Bahn ein Plus von 73 Millionen. Aber im Fernverkehr fuhr sie ein dickes Minus von 214 Millionen (Vergleichszeitraum minus 263 Millionen) ein.</P><P>Die Verkehrsleistung im Schienenpersonenverkehr stieg um 0,1 Prozent auf 33,9 Milliarden Personenkilometer; im Güterverkehr steigerte sich die Bahn um sieben Prozent auf 41,6 Milliarden Tonnenkilometer. Das sei in beiden Geschäftsfeldern "mehr als das allgemeine Verkehrswachstum", sagte Hartmut Mehdorn.<BR>Konzernweit "sind wir im Umsatz etwa im Plan, im Betriebsergebnis hinken wir noch hinterher", gab Finanzvorstand Diethelm Sack zu. Er setze aber auf das zweite Halbjahr, das erfahrungsgemäß in beiden Sparten bessere Zahlen bringe. Im Fernverkehr werde allerdings die Wirtschaftlichkeit am Jahresende nicht zu schaffen sein, sagte Sack. Dieses Ziel peilt die Bahn jetzt "für 2005/2006" an.</P><P>Im Personenverkehr insgesamt, also einschließlich Regional- und Stadtverkehr, solle jedoch am Jahresende ebenso ein "deutliches Plus" stehen wie im Konzern-Betriebsergebnis. Das solle "nicht nur eine schwarze Null" sein, sagte Mehdorn.</P>

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