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Energiepreispauschale: Wie Rentner die 300 Euro erhalten

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Von: Patricia Huber

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Die Bundesregierung hat Rentner bei der Energiepreis-Pauschale nicht bedacht. Das hat für lautstarke Kritik gesorgt. Doch mit einem einfachen Trick können sich auch Rentner die 300 Euro sichern.

Berlin/München - Voraussichtlich im September sollen einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer eine sogenannte Energiepreispauschale erhalten. Im Rahmen eines Energie-Entlastungspakets hat die Bundesregierung beschlossen, dass jeder, der auch Einkommensteuer zahlt, 300 Euro erhalten soll. Ausgezahlt werden soll der Bonus über das Gehalt und wird auch entsprechend versteuert.

Energiepreispauschale: Rentner gehen im Normalfall leer aus

Doch so toll das auch klingt - der Vorschlag zur Extra-Zahlung ist hochumstritten. Denn die meisten Rentner sind nicht steuerpflichtig und gehen bei den Plänen zur Energiepreispauschale leer aus.

Doch es gibt einen Trick, wie sich auch Ruheständler die Energiepauschale sichern können. Eigentlich ist der ganz einfach: Betroffene Rentner müssen nur einen einzigen Tag im Jahr 2022 z.B. als Minijobber arbeiten. Die CDU-Finanzexpertin Antje Tillmann erklärt Bild der Trick funktioniert: „Es reicht aus, dass zum Beispiel ein Rentner einmal im Jahr 2022 eine Stunde auf seinen Enkel aufpasst und dafür von seinen Kindern 12 Euro Mindestlohn im Rahmen eines Minijobs oder aus selbständiger Tätigkeit erhält. Im Anschluss gibt er diese Einkünfte in der Steuererklärung an, bekommt die Energiepreispauschale im Mai 2023 ausbezahlt.“

Entlastungspaket: Rentner, die einmal im Jahr 2022 einen Minijob ausüben, können sich die 300 Euro Bonus sichern
Auch Rentner sind von den steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen betroffen - doch die Energiepauschale erhalten sie im Regelfall nicht. © Felix Kästle/dpa/imago/Montage

Rente: Minijob als Schlüssel zur Energiepauschale

Wer also trotz Rente bei der Minijob-Zentrale für einen 450-Euro-Job gemeldet war oder „selbstständige Arbeit“ in der Steuererklärung angibt, erhält auch die 300 Euro. Selbst das Finanzministerium bestätigt, dass so auch Ruheständler an das Geld kommen können. „Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung eines Arbeitsverhältnisses zwischen Angehörigen ist aber in jedem Fall, dass es ernsthaft vereinbart und entsprechend der Vereinbarung tatsächlich durchgeführt wird“, heißt es in der Stellungnahme gegenüber Bild.

Wichtig ist also, dass nachgewiesen werden kann, dass das „Gehalt“ auch wirklich ausbezahlt wurde. Am besten wird also per Überweisung gezahlt, somit kann dann ein Kontoauszug vorgelegt werden. Das gilt auch, wenn lediglich auf die Enkel aufgepasst und dies als Minijob bezahlt wurde.

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