Energiespar-Beleuchtung: 177 Euro Ersparnis mit einer Lampe

München - Energiesparlampen werden ihrem Namen gerecht. Sie verbrauchen weit weniger Strom als Glühbirnen und halten lange. In einer Untersuchung der Stiftung Warentest setzten sich vor allem Markenprodukte durch.

Energiesparlampen sind eines der am besten von den Verbraucherschützern durchleuchteten Produkte in Deutschland. Nach Angaben der Stiftung Warentest wurden in den vergangenen 25 Jahren 191 Lampen untersucht. "Es gibt nur wenige Produkte, die seit Einführung auf dem deutschen Markt so häufig und regelmäßig auf dem Prüfstand waren", heißt es in der Zeitschrift "test" (Ausgabe 3). Das Ergebnis: "Energiesparlampen sind die zeitgemäße Alternative zu den technisch überholten Glühlampen."

Lebensdauer

Die weit längere Lebensdauer von Energiesparlampen ist eines der Verkaufsargumente der Hersteller. Und das ist im Allgemeinen kein leeres Versprechen. Die Lebensdauer, die die Hersteller auf der Packung angeben, liegt zwischen 6000 und 15 000 Stunden - bei weitem mehr als die 1000 Stunden einer Glühbirne. Im Test haben die meisten Energiesparlampen die angegebenen Werte erreicht. "Nur bei wenigen stellten wir deutlich kürzere Brennzeiten fest", lautet das Fazit der Experten.

Spar-Potenzial

Wer eine Glühbirne gegen eine gleich helle, "gute" Sparlampe austauscht, könne nach 10 000 Betriebsstunden zwischen 49 und 177 Euro Stromkosten sparen. Bei einer durchschnittlichen Brenndauer von vier Stunden rechne sich der Austausch oft nach weniger als einem Jahr. Das gilt insbesondere, wenn man Kosten für in der Zwischenzeit nötige neue Glühbirnen einkalkuliert.

Helligkeit

Mit dem Licht hat mancher Käufer einer Sparlampe Probleme. Zum Teil liegt das an den Herstellern. Diese gäben die Watt-Zahl nicht immer korrekt an, bemängelt "test". So habe man bei einer Lampe ("Isotronic") statt der versprochenen 11 Watt Leistung nur gut 7 Watt gemessen. Bei einer anderen ("Luxxx-Energy-Saver") seien es statt 20 Watt nur gut 13 gewesen. In diesen Fällen ist die Lampe deutlich weniger hell. Generell entspricht eine Energiesparlampe mit 7 oder 8 Watt etwa einer 40-Watt-Glühbirne, eine Sparlampe mit 10 bis 12 Watt etwa einer 60-Watt-Birne und eine Sparlampe mit 20 oder 21 Watt etwa einer 100-Watt-Birne.

Auch die Brenndauer spielt für die Helligkeit eine Rolle: Die Helligkeit der Lampen nimmt mit der Zeit ab. Nach 2000 Stunden im Einsatz war sie "test" zufolge teils um ein Viertel niedriger.

Wer Wert auf eine Lichtfarbe legt, die möglichst nahe an der bei einer Glühbirne gewohnten liegt, sollte beim Kauf auf die Bezeichnung "warm-weiß" achten. Wer dagegen kalt-weißes Licht bevorzugt, sollte zu "tageslichtweißen" Lampen greifen. Diese geben Farben natürlicher wieder und werden von den Verbraucherschützern insbesondere für Arbeitsplätze empfohlen.

Kauftipp

Grundsätzlich rät Stiftung Warentest bei Energiesparlampen zu Markenprodukten. Diese hätten im Test das Rennen gemacht (unsere Tabelle zeigt jeweils die vier bestbewertesten Produkte aus drei Kategorien). Laut den Verbraucherschützern sollte bei der Wahl der Lampe außerdem der Einsatzort berücksichtigt werden.

Wohn- und Schlafräume: Hier empfinden viele Menschen das Licht "warm-weißer" Sparlampen als angenehm. Wer das Licht dimmen will, muss auch darauf nicht verzichten. Dafür eignen sich unter anderem die Osram Dulux EL Dimmable 20 Watt ("gut") und Megaman DorS Dimming 20 Watt ("befriedigend"). Für geschlossene Wand- und Deckenleuchten kann auf Sparlampen in Stabform zurückgegriffen werden.

Toilette, Bad, Treppenhaus

Hier sollten Lampen schnell die volle Helligkeit erreichen und häufiges Ein- und Ausschalten gut vertragen. Die Experten empfehlen hierfür Osram Dulux Superstar Globe 21 Watt und Philips Genie ww 8 Watt.

Im Freien

Frost macht vielen Lampen zu schaffen. Sie erreichen bei Kälte nicht die größtmögliche Helligkeit. Laut "test" kamen mit niedrigen Temperaturen am besten zurecht: Philips G120 Soft white 20 Watt und Megaman Compact Globe 11 Watt.

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