Energiesparen zahlt sich aus: Günstige Kredite für Sanierer

- Neue Fenster, gut gedämmte Außenwände, moderne Heizungsanlagen: Wer sein Haus energieeffizient gestaltet, darf sich künftig nicht nur über niedrige Heizkosten freuen. Der umweltbewusste Sanierer kommt auch in den Genuss verbesserter Förderkonditionen, die die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ab sofort anbietet. Im Rahmen ihres Programms für Wachstum und Beschäftigung stellt die Bundesregierung zunächst 200 Millionen Euro für das neue Gebäudesanierungsprogramm zur Verfügung. In manchen Bereichen winken unschlagbare Zinssätze von effektiv nur einem Prozent.

Auch für gewöhnliche Instandsetzungsmaßnahmen wie neue Sanitäranlagen, Fußbodenreparaturen oder alten- und behindertengerechte Umbauten, gibt es künftig günstigere Kredite. Neben Privatpersonen sind Gemeinden, Kreise oder andere öffentlich-rechtliche Gremien als Antragssteller zugelassen. Sanierungen in Wohn-, Alten- oder Pflegeheimen werden ebenfalls unterstützt.

Impulse für Wirtschaft

Die Bundesregierung verspricht sich von der millionenschweren Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" neue Impulse für Bauwirtschaft und Umweltschutz: "Jede in den Gebäudebestand investierte Milliarde Euro schafft rund 25 000 Arbeitsplätze im Baugewerbe", schätzt Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee. Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf und Wirtschaftsminister Erwin Huber erwarten "einen Boom" von Erdwärme, Solardächern und Hackschnitzelheizungen.

Ein Ziel, drei Programme

Mit drei eigenständigen Förderprogrammen wird die KfW den unterschiedlichen Ansprüchen der Sanierer gerecht. Alle Initiativen bieten einheitliche Förderhöchstbeträge von 50 000 Euro pro Wohnung bei energieeffizienten oder umweltfreundlichen Sanierungsmaßnahmen.

Damit ist in der Regel eine Vollfinanzierung aus Förderkrediten möglich. Allgemeine Instandsetzungsarbeiten werden mit bis zu 100 000 Euro unterstützt.

Schlechte Luft ist passé

Absage an schwarzen Rauch: Das sogenannte "CO2-Gebäudesanierungsprogramm" fördert Umbaumaßnahmen in Altbauten, die den CO2-Ausstoß jährlich um mindestens 40 Kilogramm pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche senken. Förderfähig sind alle Wohngebäude, die bis zum 31. Dezember 1983 fertig gestellt wurden.

Moderner Wohnraum

Schöner Wohnen - diesem Ziel hat sich die Initiative "Wohnraum Modernisieren" verschrieben. Das Programm gibt es in den Varianten "Standard" und "Öko-Plus". Erstere unterstützt allgemeine Baumaßnahmen wie Sanitärinstallationen, Balkonanbauten, barrierefreies Wohnen, Schaffung von Grünanlagen und Abriss von leerstehenden Gebäuden. Noch günstigere Zinssätze verspricht "Öko-Plus": Förderfähig sind neue Fenster, Wärmeisolierung von Außenwänden und Dächern sowie Heizungstechniken auf Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/ Fernwärme.

Umweltschutz lohnt sich

"Ökologisch Bauen" ist die dritte Variante unter den KfW-Programmen. Gefördert werden Errichtung, Herstellung oder Ersterwerb von besonders energiesparenden Gebäuden. Dazu zählen sogenannte Passivhäuser und Energiesparhäuser mit einem jährlichen Primärenergiebedarf bis zu 40 bzw. 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Auch für den Einbau von Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien stehen günstige Kredite zur Verfügung.

Förderanträge für Privatpersonen bearbeiten die Kreditinstitute, öffentlich-rechtliche Antragsteller wenden sich direkt an die KfW. (www.kfw-foerderbank.de oder 01801 / 33 55 77.

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