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Der Energieverbrauch in Deutschland ist wegen der Krise in diesem Jahr um 6,5 Prozent gesunken und erreicht damit den niedrigsten Wert seit Anfang der 70er Jahre.

Energieverbrauch auf Tiefstand

Berlin - Der Energieverbrauch in Deutschland ist wegen der Krise in diesem Jahr um 6,5 Prozent gesunken und erreicht damit den niedrigsten Wert seit Anfang der 70er Jahre.

Dies teilte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle am Montag in Berlin mit. Er bezog sich auf vorläufige Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB). Demnach betrug der Verbrauch an Primärenergieträgern 2009 rund 13.281 Petajoule. “Der rückläufige Energieverbrauch ist vor allem rezessionsbedingt“, erklärte Brüderle. “Bei einem Anspringen der Wirtschaft wird der Energiebedarf wieder ansteigen. Darum ist es wichtig, über mehr Energieeffizienz und Energiesparen den Energieverbrauch weiter zu begrenzen.“ Nach den Berechnungen der AGEB ist der Verbrauch an Mineralölprodukten gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent gesunken.

Der Erdgasverbrauch ging um rund 5,5 Prozent zurück. Dahinter steckt eine verminderte Nachfrage aus der Industrie sowie ein geringerer Einsatz zur Stromerzeugung. Der Verbrauch an Steinkohle verminderte sich um rund 18 Prozent, vor allem wegen verminderten Bedarfs der Eisen- und Stahlindustrie. Aber auch in der Stromerzeugung wurde deutlich weniger Steinkohle eingesetzt. Die Wasserkraftwerke produzierten knapp 8,5 Prozent weniger Strom. Die Stromerzeugung der Windkraftanlagen sank um 6,4 Prozent. Wegen des höheren Anteils der Biokraftstoffe stieg der Anteil der erneuerbaren Energien zur Deckung des Energieverbrauchs in Deutschland aber an. Damit liegt der Beitrag erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch in diesem Jahr bei 9 Prozent nach 8,2 Prozent im Vorjahr.

dapd

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