Engelen-Kefer fordert Aufklärung der VW-Affäre

- Hamburg/Hannover - Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer hat eine lückenlose Aufklärung der Korruptionsaffäre bei VW gefordert. So lange die Untersuchungen nicht abgeschlossen seien, dürfe es aber keine Vorverurteilungen geben, sagte Engelen-Kefer am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

Sobald die Ergebnisse vorlägen, würden die notwendigen Schlussfolgerungen gezogen. "Die Kollegen haben einen Anspruch darauf, dass erst alle Fakten umfassend und bestmöglich aufgeklärt werden und dann Konsequenzen gezogen werden."Gleichzeitig verteidigte Engelen-Kefer das deutsche Mitbestimmungsmodell. Damit seien die Strukturveränderungen in der Industrie "einigermaßen anständig bewältigt worden". Im Gegensatz zum Ausland habe es bei Konflikten in den Betrieben nur wenige Streiks gegeben, die Wege seien von den Belegschaften mitgetragen worden. "Die Mitbestimmung hat sehr viele positive Seiten", sagte die DGB-Vize. Es sei auch falsch, jetzt Einzelfälle zu pauschalisieren und die ganze Wirtschaft für korrupt zu halten. "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen", sagte Engelen-Kefer.

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