Entschädigung von Fluggästen rechtmäßig

- Brüssel - Die Luftfahrtbranche ist mit ihrem Angriff auf Entschädigungen für Flugpassagiere bei Verspätungen und Flugausfällen gescheitert. Die Passagiere könnten in diesen Fällen völlig zu Recht eine Entschädigung verlangen, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH). Die Oberrichter wiesen damit eine Klage der Luftfahrtindustrie gegen die neue EU-Verordnung zum Schutz der Fluggäste zurück.

Die Regelung sieht unter anderem vor, dass Fluggäste bei der Annullierung eines Fluges zwischen der Erstattung der Ticketkosten und einer alternativen Beförderung zu ihrem Ziel wählen können. Sie haben auch Anspruch auf kostenlose Bewirtung, Telefongespräche und - wenn nötig - eine Unterbringung im Hotel. Bei Verspätungen gilt ebenfalls ein System gestaffelter Ersatzleistungen. Die Verordnung ist seit Februar 2005 EU-weit in Kraft.

Gegen die Verordnung von Europaparlament und Ministerrat hatten die International Air Transport Association mit 270 Mitgliedsunternehmen aus 130 Ländern und der Interessenverband ELFAA von zehn europäischen Billigfliegern geklagt, die sich auch gegenüber Nicht-EU-Airlines benachteiligt fühlten. Der Gerichtshof fand jedoch nichts, was die Gültigkeit der Verordnung erschüttern könnte.

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