Entscheidung über AgfaPhoto-Übernahme am Abend

- Leverkusen - Für die insolvente AgfaPhoto GmbH wird noch an diesem Dienstag eine zukunftsentscheidende Weichenstellung für das Unternehmen erwartet. Die britische Gruppe Photo-Me hatte nach vorübergehendem Ausstieg aus den Übernahme-Verhandlungen wegen eines Markenstreits doch noch ein Angebot bis zu diesem Dienstagvormittag angekündigt. "Wir warten noch auf das Angebot", sagte ein AgfaPhotoSprecher. Am frühen Abend gegen 17.00 Uhr werde in Köln der Gläubigerausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung zusammenkommen, der dann über eine Übernahme entscheiden solle.

Nach bisherigen Berichten wird Photo-Me, nach eigenen Angaben weltweit größter Betreiber von Fotoautomaten, allerdings bundesweit nur 400 der derzeit noch rund 1100 Beschäftigten übernehmen. Bis zur Insolvenz-Anmeldung im Mai 2005 hatte AgfaPhoto gut 1800 Mitarbeiter, von denen 750 in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wechselten, in der sie ein Jahr lang 90 Prozent ihres letzten Lohnes erhalten sollen. Photo-Me ist der einzige Investor, der Interesse an AgfaPhoto als Gesamtunternehmen angemeldet hat.

Der Finanzinvestor Cerberus war wegen ungeklärter Lizenzrechte aus den Verhandlungen ausgestiegen. Der Mehrheitsanteilseigner der nicht insolventen AgfaPhoto-Holding, Hartmut Emans, hatte zunächst eine für Photo-Me inakzeptabel hohe Millionensumme für eine eingeschränkte Namensnutzung der Traditionsmarke verlangt. Bundesweit verfügt die Agfa-Photo, die jahrzehntelang zum Chemiekonzern Bayer gehört hatte, über Standorte in Leverkusen, Köln, München, im bayerischen Peiting, im rheinland-pfälzischen Windhagen und in Vaihingen an der Enz (Baden-Württemberg).

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