Entspannung an der Zapfsäule

- Hamburg/München - Die Benzinpreise sind weiter auf dem Rückzug. Im November mussten die Autofahrer an den deutschen Tankstellen im Durchschnitt 1,231 Euro für einen Liter Superbenzin bezahlen, teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Donnerstag in Hamburg mit. Das seien gut sieben Cent weniger als im Oktober und 13 Cent weniger als im Rekordmonat September. Ein Liter Diesel kostete 1,102 Euro; hier war der Rückgang weniger ausgeprägt. Die aktuellen Benzinpreise liegen nochmals um ein bis zwei Cent unter dem Monatsdurchschnitt vom November.

Ursache für die Entspannung seien geringere Einkaufskosten auf dem europäischen Markt für Mineralölprodukte in Rotterdam und der ausgeprägte Wettbewerb, erklärte der MWV. Auch die internationalen Märkte haben sich weiter beruhigt. Nach der absoluten Preisspitze zur Monatswende August/September, als im Zuge des Hurrikans "Katrina" ein Fass Rohöl mehr als 70 Dollar kostete, sind die Preise auf weniger als 50 Dollar zurückgegangen. Entsprechend ermäßigten sich die Importpreise für Benzin von mehr als 40 auf rund 32 Cent je Liter. Nach Angaben des MWV sind die Nettopreise für die Endverbraucher noch stärker gefallen, allein im November um 22 Prozent. Der Shell-Konzern hatte mit einer aggressiven Werbekampagne einen leichten Preiskampf ausgelöst.

Gemessen am Stand zum Beginn des Jahres sind Benzin und Diesel aber immer noch relativ teuer. Im Jahresdurchschnitt sei der Preis für einen Liter Super bisher um gut sieben Cent auf 1,21 Euro gestiegen, teilte der ADAC am Donnerstag in München mit. Der Preis für einen Liter Diesel kletterte sogar um rund zwölf Cent auf durchschnittlich 1,06 Euro. Im Januar konnten die Autofahrer Superbenzin noch für 1,10 Euro je Liter tanken, Diesel kostete nur 96 Cent.

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