E.ON Bayern erhöht zum Jahreswechsel die Strompreise um zehn Prozent

Regensburg - Der regionale Energieversorger E.ON Bayern wird zum 1. Januar 2008 die Strompreise um durchschnittlich knapp zehn Prozent anheben. Das Unternehmen begründete die Erhöhung mit drastisch gestiegenen Beschaffungskosten für elektrische Energie. Für einen Haushalt, der 3500 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht, stiegen die monatlichen Kosten um 5,60 Euro auf 62 Euro, teilte die E.ON Bayern AG am Stammsitz in Regensburg mit. Das Unternehmen will zum Jahreswechsel auch die Gaspreise erhöhen.

Von der Strompreiserhöhung sind im Freistaat etwa zwei Millionen Privat- und kleine Gewerbekunden betroffen. Im Grundtarif hebt die E.ON-Tochter den Preis pro Kilowattstunde um 2,14 auf 18,4 Cent an. Der monatliche Grundpreis sinkt dafür leicht. Für etwa 200 000 Abnehmer, die sich vertraglich zur Zahlung von drei Jahre gültigen Festpreisen verpflichtet haben, bleiben die Tarife bis Ende 2008 stabil.

E.ON Bayern wies darauf hin, dass das Unternehmen die Strompreise zwei Jahre nicht angehoben habe. Seit Anfang 2006 seien die Strombeschaffungskosten für die bayerischen Haushaltskunden um 140 Millionen Euro gestiegen. Grund dafür sei die weltweite Nachfrage nach Energie. Andere Versorger hätten daher bereits im Sommer 2007 die Preise teils um ein Fünftel heraufgesetzt.

Im Gasbereich sind etwa 70 000 Kunden von E.ON Bayern betroffen. Nachdem in diesem Jahr die Abnahmepreise wegen des niedrigeren Ölpreises zweimal gesenkt worden seien, steigen die Preise zum 1. Januar um etwa acht Prozent, sagte E.ON-Bayern-Vertriebsvorstand Stefan Vogg. Das Erdgas sei dann aber immer noch günstiger als ein Jahr zuvor. (dpa/lby)

Zum großen Strompreis-Special: > Auswege aus der Stromfalle

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