E.ON-Chef: Preise für Strom und Gas steigen weiter

Hamburg - Die Verbraucherpreise für Energie werden nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden von E.ON, Wulf Bernotat, weiter Front steigen. Einer Zeitung sagte Bernotat: "Für das, was Strom an Lebensqualität bietet, ist Strom eigentlich zu billig, wenn wir ehrlich sind."

Er fügte hinzu: "Die Zeiten von billiger Energie sind wahrscheinlich vorbei. Der weltweite Bedarf steigt deutlich während das Angebot nicht entsprechend mitwächst. Deshalb werden die Preise längerfristig weiter steigen. Das gilt für Öl, Gas, Kohle und damit auch für Strom. Die Frage ist nur, mit welchem Tempo die Preise steigen."

Bernotat ergänzte: "Die Kosten für den Klimaschutz, der dringend notwendig ist, verteuern Energie für den Verbraucher zusätzlich." Den Vorwurf von Preisabsprachen mit den drei großen Mitbewerbern RWE, Vattenfall und EnBW wies Bernotat zurück: "Das ist Unsinn! Viele unserer Konkurrenten haben beispielsweise zur Freigabe der Strompreise am 1. Juli die Tarife erhöht. Andere wie wir nicht. Ein Stromkartell hätte sich einheitlich verhalten. Die Preise für Strom entstehen in Leipzig an der Börse und nicht in den Hinterzimmern der Stromkonzerne!"

Der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel widersprach Bernotat. Er hält die deutsche Stromwirtschaft für wettbewerbsfeindlich und den Strompreis für zu hoch.  Strom sei nicht zu billig, sondern zu teuer, sagte Rhiel. Herr Bernotat verhöhne Verbraucher und energieintensive Unternehmen, wenn er noch höhere Gewinne mit Strom machen wolle, so der Minister.

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