+
Johannes Teyssen, Chef des Energiekonzerns E.ON, warnt in einem Interview vor den Folgen des Atomausstiegs.

E.ON-Chef: Warnung vor steigenden Strompreisen

Essen - E.ON-Vorstandschef Johannes Teyssen rechnet mit weitreichenden Auswirkungen des Atomausstiegs auf Verbraucher und Unternehmen in Deutschland.

Stromkunden müssten sich auf höhere Preise einstellen, sagte Theyssen den Zeitungen der Essener “WAZ“-Mediengruppe (Samstagausgabe). Er erwarte, “dass angesichts höherer Großhandelspreise relativ viele Unternehmen unter Druck stehen werden, ihre Tarife für Endkunden anzuheben“.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

Zudem sei das Risiko für Stromausfälle durch die Abschaltung der Kernkraftwerke größer geworden, sagte der E.ON-Chef weiter. “Ich denke an kalte Wintertage, an denen es windstill und stark bewölkt ist. Dann könnten im Stromnetz Reservekapazitäten fehlen, die in der Vergangenheit unter anderem durch Kernkraftwerke zur Verfügung standen.“ Das Problem betreffe insbesondere den Süden Deutschlands.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Studie: Sand könnte regional knapp werden
Hannover (dpa) - Drohende Lieferengpässe für Sand könnten nach einer Studie das Bauen in Deutschland verteuern.
Studie: Sand könnte regional knapp werden
Betreiber bestätigt: 770 Millionen Euro Mehrkosten für BER
Vor zwei Monaten haben die Verantwortlichen den Start des Flughafens noch einmal verschoben, dieses Mal auf 2020. Nun wird die Rechnung dafür präsentiert.
Betreiber bestätigt: 770 Millionen Euro Mehrkosten für BER
Viele gegen gleiche Bezahlung auf Kosten des eigenen Gehalts
Berlin (dpa) - Eine Mehrheit von 64 Prozent der Bürger in Deutschland würde nicht auf Teile des Gehalts verzichten, damit Kollegen in gleicher Position so viel verdienen …
Viele gegen gleiche Bezahlung auf Kosten des eigenen Gehalts
Camembert-Krieg in Nordfrankreich beendet
Es ist offiziell: Der Camembert-Krieg in Nordfrankreich ist beendet. Ein Kompromiss soll nun Frieden nach Nordfrankreich bringen. 
Camembert-Krieg in Nordfrankreich beendet

Kommentare