E.ON Energie streicht bis zu 1800 Arbeitsplätze

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München (dpa) - Der Energieversorger E.ON Energie will die Zahl seiner Standorte in den kommenden vier Jahren deutlich verkleinern und plant den Abbau von bis zu 1800 Stellen.

Wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte, legen bis 2012 sechs der sieben Regionalgesellschaften des Konzerns unter anderem die Verwaltung von Kundendaten oder Vertriebsaktivitäten bei drei neuen Tochterunternehmen zusammen. Im Gegenzug werden rund zwei Drittel der derzeit 60 kleineren Service-Standorten dicht gemacht. Auch an den bisherigen Haupt-Standorten der sechs Regionalgesellschaften könnte es zu Einschnitten kommen. E.ON erhofft sich Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe. Beim Stellenabbau will der Konzern ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen.

Neben der radikalen Verkleinerung bei den Service-Standorten könnte es im Zuge des geplanten Umbaus auch an den bisherigen Haupt- Standorten der sechs Regionalgesellschaften in Helmstedt (E.ON Avacon), Regensburg (E.ON Bayern), Quickborn (E.ON Hanse), Fürstenwalde (E.ON edis), Kassel (E.ON Mitte) und Paderborn (E.ON Westfalen/Weser) zu Einschnitten kommen. Stellen geschaffen werden dagegen bei den neuen Töchtern in München, Landshut und Hamburg. In München dürften durch den Umbau rund 200 bis 300 Arbeitsplätze entstehen, in Hamburg ebenfalls mehrere hundert.

Derzeit sei noch offen, an welchen Standorten wie viele Stellen wegfallen, sagte ein Sprecher von E.ON Energie am Mittwoch auf Anfrage. Mehr als die angekündigten 1800 Arbeitsplätze würden es aber auf keinen Fall. "Das ist die Obergrenze." Vorgesehen sei, freie Stellen nicht neu zu besetzen sowie Mitarbeitern Altersteilzeitregelungen anzubieten. Wer sich entschließe, in eine der neuen Gesellschaften zu wechseln, müsse nicht mit finanziellen Nachteilen rechnen, betonte der Sprecher. "Für alle neu gegründeten Gesellschaften gilt der E.ON-Tarifvertrag unverändert weiter."

Laut Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) sind betriebsbedingten Kündigungen bis 2012 ohnehin ausgeschlossen. "Wir haben da auch schon Vorsorge getroffen im aktuellen Tarifvertrag", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft auf Anfrage. Generell sei die Tendenz erkennbar, dass es durch die Regulierung der Netze und die Modernisierung von Kraftwerken zu weniger Beschäftigung komme. Die Gewerkschaft dringe darauf, dass in anderen Bereichen der Energiewirtschaft neue Arbeitsplätze geschaffen würden beispielsweise bei erneuerbaren Energien, der Kraft-Wärme-Kopplung und Fernwärme.

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