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Die katholische Pfarrkirche Kreuzauffindung steht in Grafenrheinfeld (Bayern) vor den Kühltürmen des Atomkraftwerks.

Geplant war der 31. Mai 2015

AKW Grafenrheinfeld: Abschaltung verschoben

Grafenrheinfeld - Der Energieversorger Eon hat das endgültige Aus für das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt erneut verschoben.

„Wir werden den Leistungsbetrieb am 27. Juni einstellen“, sagte eine Eon-Sprecherin am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks. Ursprünglich hatte der Betreiber die Stilllegung für den 31. Mai geplant. Diesen Termin schob Eon wegen des milden Winters jedoch in die zweite Junihälfte und peilte dabei den 20. Juni an. Nun bleibt das Kraftwerk noch eine Woche länger am Netz. Als Grund nannte der Düsseldorfer Energiekonzern die optimale Ausnutzung aller Brennelemente vor der Abschaltung.

Laut Gesetz muss Eon den Atommeiler spätestens am 31. Dezember 2015 abschalten. Eon hatte vor einem Jahr die vorzeitige Stilllegung bekanntgemacht. Als Hauptgrund wurde damals die Belastung durch die Kernbrennstoffsteuer angegeben. Im Juni hätten neue Brennstäbe eingesetzt werden müssen, was mit weiteren 80 Millionen Euro zu Buche geschlagen hätte. Zudem war der Stromverkauf zuletzt wegen des wachsenden Anteils an Solar- und Windenergie und der niedrigen Preise an der Strombörse weniger gewinnbringend.

dpa

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