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Ein Logo des Stromkonzerns e.on steht vor einem Schaltwerk im Wasserkraftwerk Walchensee in Kochel.

E.on schreibt drei Milliarden Euro bei Töchtern ab

Düsseldorf - Beim unter Druck stehenden Energieversorger Eon sorgt die Schuldenkrise in Europa für neue Sorgen.

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Hartes Ringen um Eon-Stellenabbau

Neuer Rückschlag für E.on: Deutschlands größter Energieversorger E.on muss bei seinen Tochterunternehmen in diesem Jahr Wertberichtigungen in Höhe von rund drei Milliarden Euro vornehmen. Hauptgrund für die Abschreibungen sei die negativere Markteinschätzung in Spanien und Italien, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Die schwache Strompreisentwicklung, regulatorische Eingriffe sowie eine geringere Auslastung von Gas- und Kohlekraftwerken machten allein in den Mittelmeerländern Abschreibungen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro notwendig.

Weitere 900 Millionen Euro an Wertberichtigungen entfallen auf Kraftwerke in Ungarn, der Slowakei und Mitteleuropa. Der Konzern klagte über gesunkene Profitabilität in Folge geringerer Erzeugungsmengen und Margen sowie geringere Erlöse im Bereich von Heizkraftwerken und im Wärmegeschäft als Folge ungünstiger Marktentwicklungen. E.on will in den nächsten drei Jahren rund sechs Gigawatt Erzeugungskapazität stilllegen.

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Trotz der negativen Marktentwicklungen und geringerer Margen bestätigte und präzisierte der Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung seine Ergebnisprognose. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet E.on nun ein operatives Ergebnis (Adjusted Ebitda) zwischen 9,1 und 9,3 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss in Höhe von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen plant weiterhin, eine Dividende in Höhe von 1 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2011 zu zahlen.

Als erstes Unternehmen der Energiebranche plant E.on nach eigenen Angaben die Umwandlung des Konzerns in eine Europäische Aktiengesellschaft. Dies wolle der Vorstand der Hauptversammlung 2012 vorschlagen, hieß es in Düsseldorf. Die Umwandlung spiegele die Internationalisierung des Unternehmens auf den Ebenen der Steuerung und der Gesellschaftsform wieder.

Bei der Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft sollen zentrale Pfeiler der Mitbestimmung wie die paritätische Zusammensetzung des aus 12 Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrats unberührt bleiben, wie der Konzern betonte. Im Falle der Zustimmung werde im Anschluss eine Beteiligungsvereinbarung zwischen Gesellschaft und den europäischen Arbeitnehmervertretern erarbeitet, die Umwandlung könnte um den Jahreswechsel 2012/13 umgesetzt werden.

Von Erich Reimann

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