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Eon will die Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke in eine neue Gesellschaft namens Uniper ausgliedern. Foto: Martin Gerten/Archiv

Aktionärsvertreter für Eon-Aufspaltung

Essen (dpa) - Die Aufspaltungspläne des Eon-Konzerns in eine konventionelle und eine Ökostromsparte finden bei Aktionären insgesamt Unterstützung.

Allerdings forderten Aktionärssprecher am Donnerstag bei der Hauptversammlung mehr Details über die Aussichten der künftigen zwei Konzernunternehmen und warnten vor den finanziellen Risiken des Atomausstiegs. Skepsis gab es auch bei Demonstranten vor der Versammlungshalle: "Sag mal Eon, wer zahlt eigentlich für Euren Atommüll", hieß es auf einem Transparent. "Du natürlich, unseren Aktionären können wir das doch nicht zumuten", lautete die Antwort.

Das künftige Unternehmen Uniper übernimmt die konventionellen Kraftwerke der Konzerns einschließlich der Eon-Atomkraftwerke und erhält dafür die kompletten Atomrückstellungen von Eon in Höhe von 14,5 Milliarden Euro. Der neue Uniper-Chef Klaus Schäfer müsse allerdings die Frage beantworten, ob diese Summe ausreicht, sagte Portfoliomanager Ingo Speich von Union Investment. Auch Alexander Elsmann von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SDK) äußerte daran Zweifel. "Der Rückbau wird teurer", sagte er. Das lehre die Erfahrung bei anderen Großprojekten.

Insgesamt lobte Speich das Konzept aber als eine "ebenso radikale wie konsequente Antwort" und einen "mutigen aber wegweisenden Schritt". Nur so könne langfristig auch wieder Wert für die Aktionäre geschaffen werden, sagte er.

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