E.on will aus Desertec aussteigen

Düsseldorf - Der Energiekonzern E.on erwägt einem offenbar Magazinbericht zufolge den Ausstieg aus dem Wüstenstromprojekt Desertec.

Hintergrund der Überlegungen seien Spannungen zwischen der Desertec Foundation in Hamburg und dem Desertec-Konsortium Dii, berichtete die “Wirtschaftswoche“ am Sonntag. Wegen des Kompetenzgerangels würde das Unternehmen im Extremfall das Projekt verlassen, zitierte das Magazin einen nicht genannten E.on-Manager. Ein Konzernsprecher sagte auf dapd-Anfrage, derartige Spekulationen würden grundsätzlich nicht kommentiert.

Zu den Spannungen war es dem Bericht zufolge gekommen, nachdem die Desertec-Stiftung vor zwei Wochen ein Solar-Stromprojekt in Tunesien vorstellte, ohne Dii daran zu beteiligen. Die Stiftung habe sich auf Anfrage des Magazins dazu nicht äußern wollen.

Die Desertec Foundation wurde 2009 gegründet, um Europa langfristig mit Solarstrom aus Nordafrika zu versorgen, woraufhin sich führende Unternehmen wie Siemens, E.on, RWE und Munich Re zu dem Konsortium Dii zusammenschlossen, um einzelne Projekte zu realisieren.

dapd

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