Bei Epcos füllen sich die Auftragsbücher

- München -­ Der Bauelemente-Spezialist Epcos will nach der Ertragswende im neuen Geschäftsjahr weiter Boden gutmachen. In einem anhaltend positiven Konjunkturumfeld werde der Umsatz voraussichtlich weiter zulegen, sagte Epcos-Chef Gerhard Pegam in München. Auch für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stellte er einen Anstieg in Aussicht. "Wir haben unsere selbstgesteckten Ziele erreicht und den Turnaround geschafft." Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens seien verbessert worden. Auch bei der Beseitigung von Verlustquellen sei Epcos gut vorangekommen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Konzern wieder einen Überschuss von 21 Millionen Euro nach einem Minus von gut 119 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz stieg im fortgeführten Geschäft um 14 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro. Die Nachfrage nach elektronischen Bauelementen sei aus allen Branchen und Regionen während des gesamten Jahres insgesamt gut gewesen, hieß es. Auch der Preisdruck habe mit einer steigenden Auslastung der Fertigung in der Bauelemente-Industrie von Quartal zu Quartal nachgelassen.

Die Nachfragebelebung spürte Epcos am Auftragseingang, der im abgelaufenen Jahr um 23 Prozent auf rund 1,38 Milliarden Euro stieg. Dabei hätten sich die Bestellungen aus allen Branchen und Regionen prozentual zweistellig erhöht, hieß es. Regional am stärksten legte dabei Asien zu, auf der Produktseite stieg die Nachfrage dabei vor allem in der Automobil-Elektronik.

Epcos hatte seine Produktion schrittweise in Niedriglohnländer verlagert. Von den weltweit rund 17\x0f900 Beschäftigten sei bereits über die Hälfte in Asien angesiedelt, hieß es. 11 Prozent der Mitarbeiter beschäftigt Epcos in Deutschland, 24 Prozent im übrigen Europa.

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