EPCOS hält an Jobabbau-Plänen fest - Verlagerung nach Asien

München - Der Bauelemente-Spezialist EPCOS hält trotz seiner Erholung an den Jobabbau-Plänen für die großen deutschen Standorte in München und Heidenheim fest. "Wir kommen nicht um weitere Verlagerungen herum", sagte Vorstandschef Gerhard Pegam am Mittwoch auf der Hauptversammlung in München.

Insgesamt sollen in diesem und dem kommenden Jahr  500 Stellen aus Europa nach Asien verlagert werden, bestätigte der Konzernchef frühere Planungen. EPCOS beschäftigt weltweit 18 000 Mitarbeiter, 4000 davon in Europa. Auf diese 4000 Mitarbeiter entfalle mit 260 Millionen Euro aber der Großteil der Lohnkosten von im vergangenen Jahr insgesamt 370 Millionen Euro, sagte Pegam. Da die großen Wettbewerber in Japan säßen und in China produzierten, bestehe ein enormer Preisdruck. Pegam kündigte an, die Verlagerungen vorsichtig anzugehen, "sonst droht ein Verlust von Know How". Zuerst will Pegam bei den Leiharbeitern kürzen. "2009 werden wir dann aber auch um Reduzierungen bei unserer Stammbelegschaft nicht herumkommen." In München arbeiten 1250 Menschen, in Heidenheim 450. Daneben unterhält EPCOS noch ein Werk in Berlin mit 200 Mitarbeitern. Weitere Standorte in Europa befinden sich in Österreich und Spanien. EPCOS hatte bereits in der Vergangenheit massiv Arbeitsplätze ins Ausland verlagert.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Deutsche Wirtschaft hat im Frühjahr an Tempo gewonnen
Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im zweiten Quartal wieder etwas an Tempo gewonnen.
Deutsche Wirtschaft hat im Frühjahr an Tempo gewonnen
Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Nachfolge soll feststehen
Neuer Paukenschlag in der Abgasaffäre: Audi-Chef Rupert Stadler wurde festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft. Vergangene Woche war bereits sein Haus durchsucht …
Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Nachfolge soll feststehen
Bahn im Mai wieder unpünktlicher
Berlin (dpa) - Fahrgäste in ICE und Intercitys der Deutschen Bahn brauchten im Mai wieder mehr Geduld. Nur 75,8 Prozent der Fernzüge erreichten ihr Ziel pünktlich - das …
Bahn im Mai wieder unpünktlicher
Audi-Chef Stadler unter Betrugsverdacht verhaftet
Im Abgasskandal bekommt Audi-Chef Stadler die harte Hand der Justiz zu spüren. Wegen Verdunkelungsgefahr nahmen Ermittler ihn in U-Haft. Ein vorläufiger Nachfolger steht …
Audi-Chef Stadler unter Betrugsverdacht verhaftet

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.